Sprecht Ihr im Präteritum?

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  • Plusquamperfekt (ich bin an der Haltestelle gestanden) nutzte ich häufig. Bis ich von Oberfranken nach Sachsen zog und nicht alle wie ein Auto anschauten #freu

  • Plusquamperfekt (ich bin an der Haltestelle gestanden) nutzte ich häufig. Bis ich von Oberfranken nach Sachsen zog und nicht alle wie ein Auto anschauten #freu

    Hier gebürtige Sächsin. ;)

    Das hört sich in meinen Ohren auch ganz furchtbar verkehrt an.

    Ich stand an der Haltestelle. So viel klarer und schöner.


    Also ja, ich nutze es.

  • Ich schreibe gerade entwicklungsberichte und im Beobachtungsbogen zur sprachentwicklung wird bei 6jährigen tatsächlich gefragt: 'Es bildet Imperfekt richtig'


    Ich muss mal echt darauf achten, wie oft ich das in der Kita von den Kindern und den Sprachvorbildern höre

    "Wenn Dein Leben schwerer geworden ist, bist Du vielleicht ein Level aufgestiegen?!"

  • Ich glaube, "müssen" verwende ich quasi nie im Perfekt. Aber ansonsten überwiegt das Perfekt deutlich.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • oh und ich sage eher "ich dachte, dass..." da verwende ich auch Präteritum

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Plusquamperfekt (ich bin an der Haltestelle gestanden

    Das ist doch Perfekt?


    Ich war an Bushaltestelle gestanden, als …


    wäre Plusquamperfekt. Es ordnet eine Vergangenheit zeitlich ein.


    Ich nutze das ständig und frage mich, wie man ohne auskommt?

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Ich war an Bushaltestelle gestanden, (bevor ich doch den Zug einstieg)

    nein, nein, ich BIN an der Bushaltestelle g(e)standen! war klingt da für Ösi Ohren sehr komisch. :D

  • Normalerweise nie, aber seit meine jüngste Tochter im Rollenspiel-Alter ist, ständig. Sie benutzt es nämlich als Konditional (Vielleicht, weil sie es von den Hörbuch-CDs kennt):

    "Du warst im Spiel meine Mama und ich war Dein Kind, und wir hatten ein Baby-Einhorn. Und das Einhorn hatte sich das Bein gebrochen und weinte..."

  • Ich hatte an der Bushaltestelle gewartet... nix bin 8o

    Das wäre tatsächlich Perfekt, wenn es denn überhaupt richtig wäre.


    Ich komme ohne Plusquamperfekt aus...

    ...bin bisher ohne ausgekommen...

    ...kam bisher ohne aus...

    ...werde bis zum 19.5.22 ohne ausgekommen sein...

    #hammer

  • Ms_Oakenshield meine Retterin - ich hatte gemerkt, dass etwas nicht stimmte, konnte aber meinen Finger nicht drauf legen. #stirn


    Und noch ein Hä? Ich war gestanden ist doch richtig? Aber ich hatte gestanden auch? Ich bin verwirrt. Oder ist das so wie mit Sitzen, das geht auch mit beidem.


    Was mir auch auffällt - futur wird im deutschen auch oft einfach weggelassen: ich geh morgen in die Stadt.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Man muss sicher auch bedenken, dass viele Dialekte einer eigenen Grammatik folgen. In meinem Dialekt gibt es keine Mitvergangenheit (Ö) Im Hochdeutschen nutze ich es gemischt, vor allem, wenn ich etwas erzähle. Praktische Alltagssprache ist bei mir eher auch im Deutschen Vergangenheit.

  • sie konnten auch schon im Kindergartenalter perfekt das "Sie" als Höflichkeitsform benutzen, das ist in Mittelamerika die gängigste Anrede selbst innerhalb von Familien. Im Kindergarten wurden die Erzieherinnen natürlich gesiezt (und haben ihrerseits als gute Sprachvorbilder natürlich auch die Kinder gesiezt). Das haben unsere Kinder dann eine Zeitlang genauso auch aufs Deutsche übertragen.

    Und wann nutzt man das Du?

  • Ich vermisse aber am allermeisten die progressive Form aus dem englischen also "I cook" vs "I am cooking" .

    Das gibt´s im Ruhrpott. Weisste, Schätzelein, da kommtat Kind doch zu mich gerannt und sacht" Kumma, die Vögel, die sind am fliegen am üben zugange!"

  • Astarte : Du nutzt man dort bei genau gleich"rangigen": unter Kindern gleichen Alters (wenn sie aus dem Kindergarten raus sind, siezen sie sich irgendwann nicht mehr gegenseitig :D ) unter Geschwistern, die Eltern die Kinder - aber nicht umgekehrt, unter Arbeitskollegen oder Freunden


    oder in Spanien - da wurde ich dann verwundert angeschaut, wenn ich überhaupt Leute gesietzt habe, selbst am Flughafen die Beamten haben "Tu" gesagt.

    Und deswegen auch zum Teil im Fernsehen oder Filmen - dann gewöhnen sich die Kinder das auch an, was dann von den Älteren zum Teil als bedauernswerter Verlust an Kulturgut beklagt wurde.

  • Ich war an Bushaltestelle gestanden, (bevor ich doch den Zug einstieg)

    nein, nein, ich BIN an der Bushaltestelle g(e)standen! war klingt da für Ösi Ohren sehr komisch. :D

    Lustig. Ich muss da mal genauer aufpassen.

    Ja, aber sowas von, auch alemannisch: wir stehen und sitzen aktiv, ausser wir Ösis sitzen im Häf'n (=Knast), das tun wir passiv.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Plusquamperfekt (ich bin an der Haltestelle gestanden) nutzte ich häufig. Bis ich von Oberfranken nach Sachsen zog und nicht alle wie ein Auto anschauten #freu

    :D


    Plusquamperfekt wäre: ich war an der Bushaltestelle gestanden.


    Ach, ihr seid schon weiter. Zu langsam!

  • Ach - deshalb klappt mein Gefühl nicht. Frueher (aus dem Süden stammend, mit österreichischem Vater) also so. Jetzt im Norden gewöhne ich mich langsam an die Grammatik hier. :)

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan