Keuchhusten oder was anderes?

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  • Unsere 15jährige quält seit nun 4 Wochen ein hartnäckiger Husten.

    Angefangen hat es wie eine leichte Erkältung. Dann war es bellender Husten mit Luftnot.

    Sie hat Antibiotika bekommen.

    Erst schien es besser zu werden. Nun hat sie das Gefühl es wird wieder schlimmer. Wenn sie Husten muss, hustet sie so sehr dass sie immer würgen muss. Sie sagt, dass immer schleim kommt.

    Inzwischen tut ihr eine Seite der Rippen stark weh.

    In den Nachrichten las ich nun von vielen Keuchhustenfällen in Deutschland.


    Sie ist dagegen geimpft. Aber könnte es das trotzdem sein? Bekommt man das nach Antibiotika noch raus?

    Oder was könnte es sonst sein?


    Wir werden die Ärztin nochmal drauf schauen lassen...

    Bin aber an euren Meinungen/Erfahrungen interessiert.

    Dein Gesicht wird Dir geschenkt, lächeln musst Du selber #blume

  • In meiner Erinnerung kam man das nur mit bluttest ausschließen oder bestätigen.

    ( zumindest war es bei meiner damals 6 Monate alten Tochter so. Die ganzen Meldungen über die steigenden Zahlen haben hässliche Erinnerungen aufsteigen lassen)

  • Lottchen und ich hatten vor einigen Jahren mal Keuchhusten, da haben wir es auch erst nach längerer Zeit rausgefunden, weil sie geimpft war und ich ihn sogar als Kind durchgemacht hatte und daher dachte, ich sei lebenslang immunisiert.

    Ich würde die Ärztin nach einem Test fragen, mehr als „bringt nichts mehr“ kann sie ja nicht sagen und dann wüsstet ihr es wenigstens. Gute Besserung!

    "That's how we're gonna win. Not fighting what we hate, saving what we love." - Rose Tico
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  • Ähnlicher Husten bei meinem ebenfalls 15-jährigen Sohn, bis zum würgen und auch nur sehr langsam besser werdend. Nur dass er keine AB bekommen hat. Der Arzt sagte, das wäre kein Keuchhusten, hat aber auch keinen Abstrich oder so gemacht.

    (Hatte auch nach Keuchhusten gefragt, da ich jetzt gelesen hatte, dass Erwachsenen eine Auffrischung empfohlen wird, da die Wirkung der Impfung nach ca. 10 Jahren nachlässt.)

    Sollte dann Muco.solvan Hustensaft aus der Apotheke geben, das hat jetzt glaube ich eine Besserung gebracht. Vorher nur Bronchi.pret als Hustenstiller, aber das hat nicht gereicht. Wichtig ist beide nicht gleichzeitig einzunehmen, da entgegengesetzte Ziele (Hustenlöser/Hustenstiller) und M. nicht mehr nach 17 Uhr, daher gebe ich B. jetzt abends.

    Und der Arzt sagte, inhalieren wäre wichtig, mit Salzlösung. Aber das akzeptiert mein Sohn nicht so gut und wir vergessen es dauernd. Leichte Bewegung an der frischen Luft ist auch gut.

  • So lange muss man natürlich immer an Keuchhusten denken. Könnte aber auch was ganz Anderes sein, z.B. ne Kehlkopf- oder Rippenfellentzündung oder durch den Infekt entstandenes Asthma.

    Da soll der Arzt auf jeden Fall nochmal drauf schauen und zumindest wenn sie zumindest sporadisch Kontakt mit Babys/Schwangeren/Kleinkindern hat auf jeden Fall auch einen Test auf Keuchhusten machen (kann für Minis ja echt gefährlich sein wenn die sich anstecken.)

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Der Titer nach Impfung fällt leider innerhalb von 3 Jahren ab, sodass es dann keinen Schutz mehr gibt. Wenn sie zeitgerecht nach Stiko geimpft ist, müsste das mit ca. 10 Jahren gewesen sein. Dann wäre es gut möglich. Welches AB hat sie denn bekommen?

  • Der Titer nach Impfung fällt leider innerhalb von 3 Jahren ab, sodass es dann keinen Schutz mehr gibt.

    Gilt das auch für Erwachsene? Die Auffrischungsempfehlung ist ja " nach 10 Jahren". Ich hatte diesen Husten auch, in Woche 4-5 ist es jetzt fast weg und ich war vor 2 Wochen beim Arzt. Der meinte, Keuchhusten ist so gut wie ausgeschlossen, weil die Impfung erst 5 Jahre her ist. Parapertussis -Fälle scheint es aktuell wohl auch zu geben, hab' ich gelesen.

  • Ja, das gilt für alle. Wir bräuchten dringend einen Einzelimpfstoff für Keuchhusten. Parapertussis war hier letztes Jahr recht aktiv, jetzt ist es eher Pertussis.

  • Wir hatten auch schon einen Fall im Bekanntenkreis, wo Eltern und Kind Keuchhusten hatten obwohl alle geimpft. Würde ich daher nicht ausschließen dass man das trotz Impfung bekommen kann.

  • Das kann sein. Auch geimpft kann Frau das bekommen. Der Vater von Ms Freundin hatte auch gerade erst Keuchhusten. Er hat auch vom Husten sogar eine Rippe gebrochen. Ich würde es auf jeden Fall abklären lassen.

  • Der Titer nach Impfung fällt leider innerhalb von 3 Jahren ab, sodass es dann keinen Schutz mehr gibt. Wenn sie zeitgerecht nach Stiko geimpft ist, müsste das mit ca. 10 Jahren gewesen sein. Dann wäre es gut möglich. Welches AB hat sie denn bekommen?

    Azithromycin

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  • Ich werfe noch Corona in den Raum. Die neue Variante macht auch nen fiesen Husten

    Mäh! mit Pubertier (12/04) und kleinem Räuber (07/14)

  • Schutzgrad der Impfung gegen Keuchhusten

    Die Impfung gegen Keuchhusten schützt etwa 9 von 10 Personen vor den schweren Formen der Erkrankung und etwa 1 von 7 Personen vor allen Formen. Der Schutz der Säuglinge durch eine Impfung der Mutter während der Schwangerschaft erreicht für alle Formen zusammen mehr als 90%.

    Die Impfung oder die natürliche Infektion schützen nicht lebenslang vor Keuchhusten. Aus diesem Grund werden Auffrischungen bis ins Erwachsenenalter empfohlen.

    aus

    Keuchhusten (Pertussis): die Krankheit und der Impfstoff
    Keuchhusten (Pertussis): der Erreger, die medizinischen Symptome und die möglichen Folgen der Erkrankung. Indikationen für die Impfung, Schutzgrad des…
    www.infovac.ch

    Demnach ginge es hauptsächlich um den Schutz vor schwerem Verlauf oder lese ich das falsch?

    Für mich selbst würde das tatsächlich passen: meine (nachgewiesene) Keuchhusten-Erkrankung vor ca. 15 Jahren war wesentlich schwerer, typischer und langwieriger und der aktuelle Husten zwar z.T. typisch, aber vom Verlauf deutlich schneller.

  • Ich habe gestern dazu einen Artikel gelesen, den ich leider nicht mehr finde.


    Das Antibiotikum muss frühzeitig gekommen werden, verändert den Krankheitsverlauf zwar kaum, sorgt aber dafür, dass man nicht mehr ansteckend ist.


    Die Impfung schützt vor schwerem Krankheitsverlauf nicht vor Erkrankung, aktuell gibt es sehr viele Fälle , und vermutlich eine hohe Dunkelziffer.


    Bei geimpften Erwachsenen ist der Krankheitsverlauf nicht typisch, meist oft es einfach ein lange anhaltender Husten.

  • Unsere Tochter hatte die Standart-Impfungen gegen Keuchhusten und hat ihn dann trotzdem mit 6 bekommen. Ich habe das auch erst gar nicht geschnallt, sie war ja schließlich geimpft. Erst als der damals 1-jährige noch ungeimpfte Bruder eindeutige Symptome zeigte wurde mir klar, dass sie auch Keuchhusten hat.

    LG, LilliMarleen

    *`74 + Mädchen*7/03 + Junge*5/06 + Junge *5/08