Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • Kontextfrei Genau so definiere ich "gute Führungskraft". Denn diese ist für die Mitarbeiter da und nicht umgekehrt. Wer führen will, sollte der Verantwortung auch gerecht werden.

  • Ich hatte heute eine Online-Schulung und als wor gerade in Zoom break-out rooms waren, bekam eine Kollegin auf einmal ihr Baby ins Bild gereicht :D


    Sie hat dann sogar angefangen, das Kind zu stillen #super Als wir in den Hauptraum zurückkamen, hat sie die Kamera ausgemacht.


    Ich fand das Baby eine nette Abwechslung (wir haben natürlich gebührend Aaah und Ooooh gemacht) und finde es vor allem auch toll, dass sie bei der Fortbildung dabei ist, obwohl sie in Elternzeit ist. Natürlich hat das Baby abfelenkt, das ist ja ein EVENT! Aber eine nette Ablenkung. 🤗


    Bei uns ist es durch Corona nochmal spürbar flexibler geworden, was HomeOffice, Betreuung etc. angeht. Das finde ich gut. Ab und zu sind Kinder im Büro, das ist mir lieber als Leute, die ihren Hund mitbringen. #angst Und wenn Leute von Zuhause aus an Calls teilnehmen, kommen sich manchmal Kinder rein. Die Kinder unserer Kolleginnen kennen wir natürlich und freuen uns, sie zu sehen. Ist doch interessant! Die Kolleginnen sind alle krass engagiert, die hängen sich immer rein, da fände ich es richtig asozial, denen anzukreiden, wenn mal was ist. Bei mir hat auch schon der Lieferdienst geklingelt, während ich gerade in einer spontanen Besprechung war, das ist auch nicht besser und auch nicht immer vermeidbar.


    Ich habe früher übrigens schon meinen Vater regelmäßig auf seiner Arbeit besucht. Natürlich hat der in der Zeit nicht gearbeitet. So what. Andere lesen zwischendurch Zeitung oder hängen am Handy.

  • Wenn das "Mal" zum Dauerzustand wird...muss an der Personalplanung aber was gemacht werden..nur leider ruhen sich viele AG darauf aus, dass ihre MA die Arschbacken im Dauerzustand zusammenkneifen.


    Und dieser Zustand herrscht nunmal in vielen Bereichen...Pflege, Einzelhandel und Kinderbetreuung/Schule...

    Oft in Berufen, in denen Frauen ne gute Quote haben.

    Da gebe ich Dir absolut recht!

    Ich arbeite ja auch in einem offiziellen "Mangelberuf", und in anderen Betrieben sieht es katastrophal aus.

  • Wie Susan Sto Helit hab auch ich meinen Papa als Kind auf der Arbeit besucht. Einmal pro Woche nach der Schule, er war als junger Arzt in der Kinderambulanz im KH. Das war super, ich durfte dort in der Mensa mitessen und sonst in einem Raum Hausaufgaben machen oder am Computer spielen. Dauernd kamen nette Leute rein, die sich alle gefreut haben, dass ihr Kollege sein Kind dabei hatte, so mein Eindruck damals.

  • Soll toll, Eure Geschichten "Kinder bei den Eltern auf der Arbeit" zu lesen, danke dafür #love

    Ich hatte meine ja auch ein paar mal dabei, aber ich hatte damals auch einen Job, bei dem das ging.

    Es freut mich, dass das auch in Job möglich ist, bei denen ich es auf dem ersten Blick nicht für möglich gehalten hatte.

    #pro


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich habe meine Mutter oft von der Arbeit "abgeholt", also so die letzte Stunde zwischen Schule und ihrem Arbeitsende überbrückt. Sie hat damals in der Patientenaufnahme in einem Krankenhaus gearbeitet.

  • Wir durften als Kinder auch mal auf die Arbeit von der Mutter. Für unseren Geschmack viel zu selten. Dabei war die alte Krankenhausapotheke so spannend mit den schönen alten Gegenständen und vor allem den Blutegeln.

  • Wir haben als Kinder oft die Arbeit meines Papas miterlebt. Er war zur Hälfte Opernproduzent bei der Deutschen Grammophon bzw. Sony. Wir durften zu Aufnahmen mit und auch mal auf Dienstreise. Ebenso in seinem anderen Job, denn er war als freischaffender Liedbegleiter und Dirigent tätig, wir oft in seinen Konzerten mit dabei und das Üben zuhause hat man ja zwangsweise mitbekommen. Meine Mutter ist Lehrerin, da waren wir auch manchmal mit (konferenzen waren allerdings sooo langweilig!). Mein Mann und ich sind Landwirte und die Kinder vom ersten Tag an immer mit dabei, Mädel wie Jungs. Erst mitgefahren, dann mitgeholfen, jetzt haben 2 von 3 Kindern schon Treckerführerschein. Die Große war im Tragesack beim Melken dabei (mein Job beim Nachbarn) oder in einer kleinen Schaukel im Melkstand. Hier finden das alle schön (außer so unbeliebte Arbeiten wie Unkraut aus 60 Hektar Rüben entfernen mit der Hand #sauer ).

    LG, LilliMarleen


    *`74 + Mädchen*7/03 + Junge*5/06 + Junge *5/08

  • Ich habe meine Kinder schon oft mit zu Konferenzen genommen, das Kleinkind erst letzte Woche wieder. Ab einem gewissen Alter geht das nicht mehr wegen Dienstgeheimnis, da hat sich aber bisher immer jemand gefunden, der im Lehrerzimmer danach geschaut hat, dass sie brav ins Tablet gucken, oder unsere GT-Betreuung hat das auch schon quasi "ehrenamtlich" gemacht. Wir haben das über den Personalrat schon öfter angeregt, dass die Schulleitung eine Kinderbetreuung für diese Konferenzen, die sich ja immer besonders am Ende eines Halbjahres auch häufen, anbieten könnten. Wir würden dafür natürlich auch etwas bezahlen. Leider ist unser Personalrat kinderlos oder aus der Fraktion "das haben wir früher auch so geschafft".

    Zu außerunterrichtlichen Veranstaltungen nehme ich meine Kinder schon auch mal mit. Neulich waren wir auf einem Konzert. Da stören die paar Schüler nicht ;)

  • Ich hatte sehr junge Eltern und war entweder in der selbst gegründeten und verwalteten Kindergruppe, bei meiner Mama in der Uni, später auch mal in der Schule, oder bei meinem Papa in der Druckerei (bis das mit der Selbstverwaltung für meine Eltern finanziell nicht mehr ging und er in ein anderes Unternehmen wechselte).


    Mein Vater war damals der einzige Mann, der ein Kind von meiner Grundschule abgeholt hat, und wurde verwundert beäugt und wegen seiner Jugend für meinen großen Bruder gehalten.


    Meine Kinder waren gelegentlich bei mir in der Uni (als Stillkinder), während der Ausbildung nur selten im Buchladen, seit mir der Laden gehört, sind sie natürlich öfter da, aber jetzt, seit sie groß sind, eher zum Helfen. Bei meinem Ex waren sie nur zu offiziellen Events.


    Mich hat damals ein Prof mit einem Zweijährigen sehr beeindruckt. Eigentlich spielte und malte der mit dem Hiwi, war aber irgendwann quengelig und hat den Rest der Vorlesung auf Papas Arm verbracht. Ich weiß nicht, ob ich ohne das Vorbild meine Kinder mitgebracht hätte, wenn Mal nicht anders ging.


    Corva
    mit Großtochter (5/2000),
    auch-schon-ganz-groß-Sohn (6/2004)

  • Bei mir auf Arbeit leider schwierig, da absolut vertrauliche Industriedaten und keine Betriebsfremden mit reindürfen. Wobei manche Arbeit sicherlich auch zum Mitarbeiten für Grundschüler geeignet wäre (Dossiers drucken, stapeln, lochen,...)

  • Bei mir auf Arbeit leider schwierig, da absolut vertrauliche Industriedaten und keine Betriebsfremden mit reindürfen. Wobei manche Arbeit sicherlich auch zum Mitarbeiten für Grundschüler geeignet wäre (Dossiers drucken, stapeln, lochen,...)

    Vielleicht wäre das ja die rettende Idee beim Fachkräftemangel... #super

  • Ich bin 1961 geboren. Meine Mutter war berufstätig, als es bei Oma nicht mehr ging mit der Betreuung und ein Kindergarten Platz nicht in Sicht war, hat sie nur nicht gekündigt, weil der Chef gesagt hat, sie solle mich mitbringen, war ihm lieber als ganz zu verzichten, was hab ich gelocht ubd gestempelt….

  • Also, ich war als Kind mit beiden Eltern (einmal Lehrkraft Gymnasium, einmal Grundschule) gelegentlich mit in der Schule - auch für Lehrkräfte ist das möglich, sogar ganz einfach. Ich habe im Unterricht hinten gesessen und gemalt oder "geholfen" ...

    Mein Vater war auch Lehrer und oft für meine Nachmittagsbetreuung zuständig. Bei so aus der Reihe Sachen wie Schulaufgaben nachschreiben durfte ich dann alleine im Lehrerzimmer warten. Ich fand das immer cool, hab mich aus der Zuckerdose bedient oder an Matrizen berauscht #schäm


    Wenn meine Mutter Notdienst in der Apotheke hatte, durfte ich sie manchmal besuchen, aber nie alleine irgendwo bleiben. Da gab es eine Gewölbekeller voller Tiegel und Flaschen, damals wollte ich auch Apothekerin werden, um da mal zu arbeiten (solange, bis ich Chemie in der Schule hatte #angst )

  • Also, ich war als Kind mit beiden Eltern (einmal Lehrkraft Gymnasium, einmal Grundschule) gelegentlich mit in der Schule - auch für Lehrkräfte ist das möglich, sogar ganz einfach. Ich habe im Unterricht hinten gesessen und gemalt oder "geholfen" ...

    Mein Vater war auch Lehrer und oft für meine Nachmittagsbetreuung zuständig. Bei so aus der Reihe Sachen wie Schulaufgaben nachschreiben durfte ich dann alleine im Lehrerzimmer warten. Ich fand das immer cool, hab mich aus der Zuckerdose bedient oder an Matrizen berauscht #schäm

    #love


    Meine Kinder lieb(t)en das leere Lehrerzimmer auch. Was es da an Süßigkeiten gibt... #freu Und der Kopierer ist auch ne super Sache.


    Ich habe sie auch schon oft dabei gehabt. Sie saßen mit im Unterricht und haben gemalt oder "mitgelernt". Am tollsten finden das allerdings immer die Schüler. Meiner Schulleitung ist das natürlich recht, besser als wenn ich gar nicht kommen kann, weil mein Kind einen pädagogischen Tag o.ä. hat.


    Mein Mann darf sie zur aktuellen Arbeit leider nicht mehr mitnehmen, da es auf dem Werksgelände strenge Vorschriften gibt, die Kinder ausschließen. Früher war das kein Problem. Aber wir brauchen es auch nicht mehr, da sie inzwischen auch ein paar Stunden zu Hause bleiben können, wenn sie nicht sehr krank sind.

  • Meine Tochter war schon auf einer internationalen Tagung als Baby dabei, als Baby im Uniinstitut, als Kleinkind im Asylbewerberwohnheim, das ich leitete.

    Ich selbst als Kind durfte öfters meinen Vater begleiten (Bauführer im Straßenbau).

  • Ach ja, bei den Vorstellungsrunden für die neue Uniprofessur (ich war als Teil der Fachschaft der Studierenden dabei) war mein Baby auch anwesend.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Also, ich war als Kind mit beiden Eltern (einmal Lehrkraft Gymnasium, einmal Grundschule) gelegentlich mit in der Schule - auch für Lehrkräfte ist das möglich, sogar ganz einfach. Ich habe im Unterricht hinten gesessen und gemalt oder "geholfen" ...

    Mein Vater war auch Lehrer und oft für meine Nachmittagsbetreuung zuständig. Bei so aus der Reihe Sachen wie Schulaufgaben nachschreiben durfte ich dann alleine im Lehrerzimmer warten. Ich fand das immer cool, hab mich aus der Zuckerdose bedient oder an Matrizen berauscht #schäm

    Hach ja, die Matritzen ... #nägel


    Schön war bei mir, dass ich sowohl meinen Vater als auch meine Mutter begleitet habe, wenn es sich ergeben hat (es waren nur wenige Male, meistens war ich betreut).

    Mein Vater hat mich bei akuter Krankheit auch genauso von der Schule abgeholt wie meine Mutter, sogar meistens er, weil er als Fachlehrer wohl leichter zu vertreten war als eine Grundschul-Klassenlehrerin, nehme ich an.


    Überhaupt sollten Kindern sehr gern Lehrer-Eltern haben. Ich sag nur vier Mal im Jahr Ferien ... (in denen ich natürlich meine Eltern auch habe arbeiten sehen - Abiturklausuren kann man auch im Wohnwagen korrigieren).

    Ich glaube, ein Grund, weshalb ich selber so gut mit meiner Freiberuflichkeit klarkomme, ist das Vorbild, das ich durch meine Eltern hatte, die einen großen Teil ihrer Arbeit zu Hause frei einteilen mussten.


    Gruß,

    F

    Mal geht es dir schlecht. Dann geht's dir wieder gut. Ich jedenfalls trag jetzt immer einen Hut.

  • Tolle Geschichten :)


    Ich habe meinen Vater mehrmals zu Milchbauern begleitet, als ich noch ein Vorschulkind war.

    Er hat Melkmaschine verkauft und ich durfte dann manchmal mitfahren, wenn er einen Tag unterwegs war.

    Und ich habe viele kleine rosa Ferkelchen gestreichelt (einige Bauern hielten zusätzlich noch Schweine) oder auch Kälbchen gesehen und habe mich viel in Kuhställen herum getrieben, während die Erwachsenen ihre Sachen besprachen. Ich durfte auch mal die Melkmaschine an das Euter ansaugen lassen und schauen, wie die frische Milch durch die Schläuche lief.

    Das ist eine wunderbare Erinnerung an meine Kindheit...


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe