Rassistische Kacke im Alltag und sonstwo

  • in starnberg bekommt man definitiv kein kennzeichen zugewiesen. es gibt eine A4-liste aus der man kostenfrei wählen kann. und da sind die kennzeichen bunt gemischt. nur wenn man kein kennzeichen aus der liste möchte, muss man extra zahlen fürs kennzeichen

  • Mein Initialen ergeben ein Nazi-Kürzel. Für mich kam das als Autokennzeichen überhaupt nicht in Frage. Wie ich jetzt sehe, ist es sogar verboten. Ich habe die Buchstaben dann umgedreht und nu ist es in Ordnung.

  • #prost Ich hab meine auch normalerweise umgedreht, wenn auch aus anderen Gründen.

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


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    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

  • Gerade im Bus: es steigt eine Mutter mit Kind aus meiner Kita aus und läuft am Bus vorbei, Mutter mit weißer Hautfarbe, Kind dunkelhäutig (hat einen dunkelhäutigen Vater), Kommentar einer älteren Frau zu anderer älteren Frau...“der Deutsche stirbt aus!“ und zwar laut genug, dass jeder es hören konnte.


    Argh, ich habe mich so geärgert, aber was schlagfertiges ist mir natürlich nicht eingefallen...vielleicht hätte ich ihr ins Gesicht sagen sollen, dass ich froh bin, wenn solch rassistischen Leute wie sie aussterben!?

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  • Es irritiert solche Leute schon unglaublich, wenn man laut und deutlich fragt, ob es ihnen noch gut geht, man selbst müsse nämlich gerade ziemlich gegen den eigenen Brechteiz ankämpfen bei solchen Sprüchen.

    Aber naja, wirklich hilfreich ist die Strategie nicht. Aber es ist ihnen dann richtig schön peinlich...

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  • Ich hätte, wenn ich schlagfertig wäre, freundlich darauf hingewiesen, dass das Kind wahrscheinlich genauso deutsch ist wie die ältere Dame. Leider fehlt es mir in solchen Momenten an kurzen spitzen Bemerkungen.

    Oder dass sie gerne alle "nach Hause" schicken kann, wenn sie gerne keine Rente haben mag.

    Julia und Tochter (11/04) und Tochter (04/08) und Sohn (06/17)

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.



    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Vollmond ()

  • Gerade im Bus: es steigt eine Mutter mit Kind aus meiner Kita aus und läuft am Bus vorbei, Mutter mit weißer Hautfarbe, Kind dunkelhäutig (hat einen dunkelhäutigen Vater), Kommentar einer älteren Frau zu anderer älteren Frau...“der Deutsche stirbt aus!“ und zwar laut genug, dass jeder es hören konnte.


    Argh, ich habe mich so geärgert, aber was schlagfertiges ist mir natürlich nicht eingefallen...vielleicht hätte ich ihr ins Gesicht sagen sollen, dass ich froh bin, wenn solch rassistischen Leute wie sie aussterben!?

    Mit dem Satz habe ich neulich einen Typen angepöbelt, der im Rewe-Café saß und scheinbar darauf wartete, dass er Menschen ein "Sowas müsste man sofort ausweisen!" hinterher rufen konnte. Ich hatte extrem hohen Puls und habe ihm gesagt, dass man sowas wie ihn ausweisen müsste. Interessanterweise hat er nicht gekontert und ist gegangen. Wäre er das aber nicht(hatte ich mir vorher überlegt), hätte ich mich bei der Marktleitung beschwert. Er hat nämlich auch Müttern mit kleinen Kindern nachgerufen und irgendwo ist einfach Schluss.

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    "Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut." Carolin Emcke


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  • ich finde es immer toll, wenn jemand in solchen Situationen reagiert. Und denke, es muss nichts ausgefeiltes sein, Hauptsache Gegenwind.

    Was ich nicht mag, ist, wenn der Gegenwind nicht “sauber“ ist, also selbst unter der gürtellinie.

  • ich finde es immer toll, wenn jemand in solchen Situationen reagiert. Und denke, es muss nichts ausgefeiltes sein, Hauptsache Gegenwind.

    Was ich nicht mag, ist, wenn der Gegenwind nicht “sauber“ ist, also selbst unter der gürtellinie.

    Das geht mir auch so.

    Deshalb habe ich mich auch nicht wohl gefühlt mit meinen "Sowas wie sie müsste man ausweisen". Andererseits hatte ich das Gefühl, dass dieser Mann auf so einen Gegenwind eher reagiert hat.

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  • Ich war einfach zu perplex und saß auch ganz vorne hinterm Fahrer, ich habe mich erstmal umgeschaut um die Sprecherin zu identifizieren und konnte das erst ein paar Minuten später als sie wieder zu ihrer Begleitung sprach. Aber beim aussteigen hätte ich sie nochmal ansprechen können...

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  • Kommentar einer älteren Frau zu anderer älteren Frau...“der Deutsche stirbt aus!“

    "Wieso, da ist doch einer!" wäre so im Nachhinein eine für mich passende Antwort gewesen. Oder auch "Was genau ist es denn, was da nicht aussterben soll?" - Aber ich bin auch oft zu perplex, um zu antworten.

  • Ana die Höhe der gürtellinie ist ja auch eine grauzone, wo man gucken muss, ob man jetzt besser gar nichts oder etwas nicht ganz Sauberes sagt.

    Mir fallen oft auch die besten Sachen zu spät ein.

    Und dann ist ja die Frage, wen man erreichen will. Den mit der blöden Aussage? Ihn vor den Kopf stoßen? Ihn überzeugen? Klappt wohl eh nicht. Oder dem Drumherum zeigen, dass das nicht Konsens ist, nicht sein darf.

  • Ana die Höhe der gürtellinie ist ja auch eine grauzone, wo man gucken muss, ob man jetzt besser gar nichts oder etwas nicht ganz Sauberes sagt.

    Mir fallen oft auch die besten Sachen zu spät ein.

    Und dann ist ja die Frage, wen man erreichen will. Den mit der blöden Aussage? Ihn vor den Kopf stoßen? Ihn überzeugen? Klappt wohl eh nicht. Oder dem Drumherum zeigen, dass das nicht Konsens ist, nicht sein darf.

    Genau. Und ich glaube, bei dem der da im Rewe saß, wollte ich vor allem "vor den Kopf stoßen" #schämbzw. dass er einfach damit aufhört. Ich fürchte, dass da mit "überzeugen" nicht mehr viel zu machen ist :(

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  • Ich benutze im pädagogischen Alltag ja immer so normative Aussagen, wenn Kinder Fehlverhalten zeigen.

    Also "wir laufen rechts die Treppe runter/rauf" ; "wir sagen danke" ; "wir lösen Konflikte mit Worten"


    Ein"wir sind respektvoll zu unseren Mitmenschen" dürfte die pöbelnden Menschen erstmal irritieren und die schweigende Mehrheit mutiger machen

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • Ich habe mir für Situationen, in denen mir nichts Passendes einfällt (also meistens), ein missbilligendes "Na na na" mit Kopfschütteln zugelegt.


    Einmal hab ich gesagt (eine Sternstunde der Schlagfertigkeit):"Schämen Sie sich!", woraufhin jemand anderes ergänzt hat: "Aber wirklich!"


    Aber "Wir sind respektvoll zu unseren Mitmenschen" ist auch eine super idee. Das merke ich mir mal.

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    Ich habe beschlossen, mich ab sofort vollkommen gesund und süßigkeitenfrei zu ernähren.

    Ich esse nur noch schnell die Reste auf.

    Weltweit.


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Danke an alle, vor allem Leslie und Fia. Eure Antworten finde ich toll, weil sie die Verantwortung klar verorten, selbst einhalten was sie fordern (Respekt) und ziemlich universell sind.

  • Super Antworten. "Schämen sie sich" oder "aber sind respektvoll..." ach mir fehlt da auch immer eine respektvolle Antwort. "du alter Rassist" ist halt auch doof.

  • Was auch ganz gut geht: die von der Aussage betroffene Person in ein positives Gespräch verwickeln. Bei Passanten ist das natürlich nicht möglich, aber wenn zB im Bus eine Person rassistisch angegangen wird, kann man sich einfach demonstrativ zu ihr stellen und sie ansprechen. Am besten mit etwas möglichst niederschwelligem, denn sie wird natürlich auch angespannt sein. Aber mit einer Frage nach der Richtung des Busses, wo man wohl am besten aussteigt um einen Supermarkt zu finden, wie alt das süße Baby ist, etc signalisiert man ganz viel, ohne in die direkte Konfrontation zu müssen.

    Ich hab das aus einem Ratgeber für sexuelle Übergriffe und finde es sehr hilfreich.

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


    Strong people stand up for themselves.
    Stronger people stand up for others.


  • Oh ja. Hab eich aber noch nie geschafft in der Situation.


    Mein Standardspruch ist "Uiuiuiui" und "wirklich?". Passt fast immer. Und auch "schämen Sie sich nicht?" habe ich schonmal angewendet. "Wir sind respektvoll zu unseren Mitmenschen" nehme ich auch gern ins Repertoire auf.


    Neben dem Signal an den Beleidigenden und das Umfeld ist mir dabei auch wichtig, aus der eigenen Ohnmacht rauszukommen und mich als handelnd zu erleben.

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    Kauf & Tausch von Selbstgemachtem... (für Raben ab 100 Posts & 4 Monaten Mitgliedschaft)


    Autorenforum, Textarbeit: http://www.federteufel.de

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von tulan ()

  • Mein Standardspruch, wenn mir jemand dumm kommt, ist: In welchem Ton reden Sie denn mit mir? Das könnte man ja auch auf andere Leute übertragen: In welchem Ton reden Sie denn mit der Dame/dem Herrn?