Bitte Erfolgsgeschichten nach Kreuzband-OP

  • Ihr Lieben,


    ich hatte vor ein paar Tagen einen fiesen Skiunfall. Kreuzband und Innenband sind ab, Schienbeinknochen hat auch was abbekommen. Nach Gesprächen mit zwei Ärzten und meinem Physiotherapeuten und dem Wälzen aller möglichen Studien habe ich mich unter Abwägung aller Pros und Contras für eine OP entschieden, wenn alles gut verheilt ist bzw. Schwellung weg, Bein beweglich usw.. Das soll hier also bitte nicht Thema sein, mir ist die Entscheidung eh schon schwergefallen...


    Trotzdem hab ich Angst und mir graut :(


    Ich wäre daher total froh um positive Erfahrungsberichte, mögt ihr erzählen? :)

  • Guten Morgen,


    Ich habe mir beim Skifahren das Kreuzband gerissen und es erstmal nicht machen lassen. Jahre später wurde das Knie instabil. Dann hab ich mir dazu noch den Meniskus gerissen (warum hält man auch ein steigendes Pony wenn das Kind drauf sitzt#rolleyes und verdreht sich das Knie).

    Da half dann nichts mehr, ich musste operieren #heul.

    Fazit: Kreuzbandplastik aus einer eigenen Sehne und genähter Meniskus (Korbhenkelriss), 3 Tage Krankenhaus und insgesamt 6 Wochen Krücken. Wobei der genähte Meniskus an der langen Krückenzeit schuld war. Hätte ich den Meniskus nur abzwacken lassen wäre ich früher fit gewesen.

    Schon im Krankenhaus musste ich das Knie beugen und strecken mit so einem Gerät. Nach der Entlassung gleich zur Physio. Zuerst Lymphdraiage und ich glaub am 5.Tag aufs Fahrrad. Das war ein Spezialgerät da konnte man irgendeinen Winkel einstellen wie weit das Knie gebeugt werden durfte.

    Nach und nach durfte ich das Bein belasten.

    Das Gleichgewicht und mein Vertrauen ins Knie waren danach nicht so toll aber das kam alles wieder.

    Und nun mache ich wieder alles mit dem Knie. Skifahren Yoga etc. Ich spüre keine Einschränkungen! #top


    Was ganz praktisch war, ein schmales langes Kissen zum Schlafen zwischen den Knien. Das hat mir gut geholfen die Zeit mit der Schiene zu überleben.



    Gute Besserung! #sonne

  • Mein Mann lebt seit 30 Jahren mit einer Kreuzbandplastik und hat nach der OP auch bald wieder Handball gespielt.

    Keine Einschränkungen, bzw, dass inzwischen (seit etwa 2-3 Jahren) das Knie beim Skifahren etwas zwickt, kann auch an den 30kg Übergewicht liegen, die er seit 12 Jahren mit sich rum schleppt.

    Ich selber habe „nur“ einen arthroskopischen Eingriff im Knie gehabt, vor etwa 20 Jahren. Konnte danach nicht mehr ganz so hoch in die Belastung gehen (bei 4x pro Woche Handball hat das Knie sich gemeldet), bin aber insgesamt auch beschwerdefrei, auch beim Skifahren. Mir macht mein vor 25 operierter Knöchel heute mehr Schwierigkeiten (Arthrose und so).


    Alles Gute dir!

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)

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  • Vor 25 Jahren Kniegelenkrekonstruktion (wegen Verwachsung nach konservativer Erstbehandlung - war Meniskus + Kreuzband + Knorpel) -

    und das Knie ist besser als neu. Im Ernst - auf der anderen Seite zwackt mich gelegentlich der Kalk hinter der Kniescheibe.

  • ich hab vor 2,5 Jahren eine Kreuzband OP gehabt, auch nach Skiunfall.

    Mir ging es direkt nach dem Unfall passabel, ich bin 2 Tage später arbeiten gegangen (mach was ähnliches wie Du allerdings im KKH).

    Bis zum OP Termin wurde es immer besser, ich hab sogar wieder Pilates gemacht und bin meine 10km zur Arbeit geradelt.

    Ich hab dann vorher auch sehr gehadert.

    Mein Operateur hatte gemeint, OP oder nicht, könnte ich selbst entscheiden, wenn ich weiterhin ein spontan sportliches Leben führen wolle, wäre ich mit der Op besser beraten.


    Ich hab mich dafür entschieden. 6 Wochen Krankschreibung und fast so lange Krücken und so lange Krücken, kein Auto fahren. Da muss man schauen, wie man zur Lymphdrainage und Physio kommt. Ich hatte dann noch medizinische Trainingstherapie (Fitnessstudio)

    Und dieses Gerät, mit dem das Bein passiv bewegt wird. Das hatte ich zuhause.


    Bei mir geht mittlerweile auch alles gut. Ganz selten muckt das Knie mal.

    Aber auch längere Alpentouren mit vielen Höhenmetern rauf und runter über 2 Tage hab ich Hitze überstanden.


    Wichtig ist, einen Operateur zu wählen, für den das Standard ist. "Meiner " macht pro Jahr 500 Kreuzband OPs, so habbich es im Kopf...

    Ach ja ich hatte die Technik mit der Semitendinosussehne.


    Alles Gute!

    Nona mit großer (03) und und kleiner (05) Tochter und kleinem Sohn (2008 )

  • Ich wusste, ihr tut mir gut #herz


    Der Operateur ist sehr erfahren, hat einen guten Ruf und ist netterweise im örtlichen Krankenhaus. Ich hoffe ich werde nicht seine Ausnahme :wacko:


    Geduld ist leider so gar nicht meine Stärke. Wenn ich wüsste, ok, bis in zwei Wochen ist das so weit verheilt dass die OP möglich ist (oder in vier oder in sechs Wochen) dann könnte ich wenigstens ein bisschen planen. Ich bin ja Selbständig, und meine Praxis liegt momentan unerreichbar zwei lange Treppen mit vielen Stufen entfernt, ohne Aufzug. Das ist richtig ätzend.

    Nona du konntest nach zwei Tagen arbeiten? #blink
    Ich hab die ersten drei Nächte Tilidin plus Ibuprofen gebraucht, um überhaupt mal drei, vier Stunden sowas ähnliches wie Schlaf zu haben #hmpf


    Ich danke euch echt von ganzem Herzen für die Berichte und natürlich auch für die guten Wünsche, das hilft mir sehr #liebdrück

  • Mein Mann hatte das vor unserer Zeit. Ist alles problemlos verlaufen und die Einschränkungen die er heute mit den Knien hat, haben andere Ursachen. Dazwischen hat er über viele Jahre alles gemacht - Volleyball, Ski- und Snowboardfahren, Bergtouren...

    Das mit der schwierigen Planung für die Praxis ist Mist. Ich hoffe, Du findest da eine gute Lösung.

    Alles Gute für die OP, das wird schon!

  • Eigene Erfahrungsberichte kann ich (zum Glück) nicht beisteuern, aber meine beste Freundin hatte vor 12(?) Jahren einen Kreuzbandriss mit anschließender OP. Da sie praktisch ausschließlich und intensiv Kniemörderhobbies betrieben hat (Volleyball, Skifahren, Squash) dachte ich, das wäre es jetzt bestimmt gewesen mit Sport. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie lange es gedauert hat, bis der Sport nicht mehr dauernd vom Gedanken "hoffentlich passiert nichts" begleitet war, aber sie macht schon seit Jahren alles wieder wie eh und je.


    Dir wünsche ich, dass die OP auch so erfolgreich wird.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

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  • um wieder gut Sport machen zu können, braucht es dann gezieltes Aufbautraining der Muskeln rund ums Knie.

    Ich hab immer beim Zähneputzen Übungen gemacht, wenn sich das einschleift, hat man schon ein paar Minuten pro Tag geschafft:).


    Ja, ich bin nach 2 Tagen wieder bei der Arbeit gewesen. Ich konnte sehr nah zu meinem Büro parken und hab mit der Schiene wenig Schmerzen gehabt. In unserer Klinik ist alles barrierefrei, so ging es.

    Bei mir war allerdings der Sturz auch nicht spektakulär. Ich konnte nach ein bis zwei Minuten aufstehen, bin bis zum Ende der Piste gelaufen, dann noch Schlepplift gefahren und ein bisschen Ski bis zur Bergstation des Sessellifts.

    Ich hatte nicht viele Schmerzen, so dass ich erst am Folgetag zum Arzt bin.

    Nona mit großer (03) und und kleiner (05) Tochter und kleinem Sohn (2008 )

  • Mein Mann hatte auch vor ca. 10 Jahren einen Ski Unfall mit Beteiligung des Knies. Direkt vor Ort wurde geröntgt, da war nix zu sehen, also hat er nicht weiter nachgucken lassen zu Hause, sondern es einfach ausgesessen, obwohl es fast 9 Monate gedauert hat, bis er wieder vollkommen schmerzfrei und belastbar war.

    Aber das Knie ist immer eine Schwachstelle geblieben und vor einem Jahr ist er eine Treppe runter gefallen und hat sich den Meniskus gerissen. Bei der darauf erfolgen OP wurde dann festgestellt, dass er sich früher mal das Kreuzband gerissen hat (zu 99%) bei dem Skiunfall. Und leider ist es nicht optimal verheilt. Eigentlich müsste man es jetzt nochmal durch trennen und eine Plastik machen. Davor scheut mein Mann sich aber und lebt lieber damit, dass das Knie instabil ist, bei doofen Bewegungen oder zu viel Sport weh tut und gerne mal weg knickt (woraufhin es direkt wieder dick wird und ne Woche weh tut).


    Wäre die OP direkt nach dem Unfall gemacht worden, hätte er bestimmt nicht so viele Probleme und vor allem wäre der Meniskus wohl beim Treppensturz nicht dran gewesen.