Alleinreisende :)

  • Hallo ins Rabenrund,


    Da ich gerade etwas Wartezeit habe, dachte ich, ich frag hier mal, ob es noch mehr Fans des alleine Reisens gibt? Falls ja, könnte man sich ja ein wenig austauschen, Tipps geben etc...


    Ich bin schon als Jugendliche gerne mal alleine unterwegs gewesen. Klar auch mal mit ner Freundin/Partner, aber auch da schon gern mal für mich.

    Und das ist auch jetzt so. Klar ist es toll, mit der Familie zu verreisen und/oder dem Partner. Aber das alleine reisen sind tatsächlich auch highlights für mich.


    In meinem Umfeld können das viele nicht verstehen. Von "würd ich mich nicht trauen" bis hin zu "würde mein Mann nicht erlauben" #blink ist alles dabei an Reaktionen. Da teilt also kaum wer meinen Enthusiasmus.


    Momentan Reise ich gerade 3 Wochen durch Asien. Die Kinder sind (auf Wunsch) in Norwegen unterwegs. Mit meinem Mann hatte ich mich nun für eine Woche zum gemeinsamen Urlauben getroffen. Das war schön #love aber jetzt freu ich mich auch wieder drüber, allein unterwegs zu sein. #heilig


    Ich genieße es, ganz nach Belieben mein Ding zu machen. Zu essen was und wann ich mag. Unternehmungen nach meinem Geschmack oder auch mal gar nicht etc.

    Freunde treffen.

    Leute kennenlernen.


    Gibt es noch mehr Fans? Was sind denn eure highlights?

  • Reisen ist nicht meins, aber alleine :D


    Ich genieße alleine-Zeit sehr und auch wenn ich irgendwo unterwegs bin, ist es sehr entspannend, nur auf die eigenen Bedürfnisse und Befindlichkeiten Rücksicht nehmen zu müssen.

    Zu Fortbildungskongressen z.B. fahre ich auch lieber alleine als mit einer befreundeten Kollegin oder meinem echt umgänglichen und netten Chef (allerdings vermisse ich den fachlichen Austausch hinterher, wenn ich alleine fahre).

  • Viel Spaß noch auf deiner Reise!


    Ich tue das auch unheimlich gerne, und freue mich auf die Zeit, wenn das wieder möglich ist. Mein kleines Kind lässt mich noch nicht.

    Meine Highlights von vor dem Kind waren alleine mit dem Mietwagen durch Neuengland/Montréal/NYC sowie im Rahmen meines Auslandssemesters in Melbourne/Great Ocean Road und mit dem eigenen zum Wohnmobil umgebauten Transporter die Südostküste runter. Bei den Australienreisen habe ich allerdings gemerkt, dass mir allein im Auto schlafen nicht so liegt und ich da durchaus soziale Anbindung brauche. ;)

    Aber komplett selbst entscheiden was wann wie wo und wie lange zu tun ist großartig! Ich kann mir vorstellen, dass ich diesen Luxus als Mutter sogar noch mehr genießen werde.

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  • Ich liebe es alleine weg zu sein. Anders als Du reise ich dann allerdings nicht herum, sondern ziehe mich in ein einsames Ferienhüttchen zurück und mache den ganzen Tag was ich will. Zumeist in DK aber auch schon in der Schweiz, in Frankreich und in Norwegen...so ein kleines "Nur -Ich-Retreat"...naja OK, den Hund nehme ich mit, veile Bücher, Musik und meine Yogamatte. Totale Entschleunigung. Müsste ich dringlich nochmal machen. Ich brauche mehr Urlaubstage!

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • würde ich die Mittel haben, würde ich alleine reisen, wenn die Kinder im Sommer und nach Weihnachten bei Papa sind.

    Aber stattdessen mache ich dann Urlaub zu Hause, geniesse es, nur für mich zu sein, mache auch kleine Ausflüge in die Umgebung. Alleine.

    z.B. stundenlang mit den Hafenfähren hin und her zu fahren, von der einen Elbseite zu anderen Seite und wieder zurück.

    Havanna + #male (*02.05) & #female (*02.03)
    Filzgleiter sind nur komprimierte Schafe

  • ich muss ehrlich sagen, ich kann leider nicht den gewünschten austausch bieten. lese aber hier fasziniert mit.



    alleine würde ich nie reisen WOLLEN. ich KANN es natürlich und habe es dienstlich etc. schon sehr oft gemacht. aber privat? was sollte ich da machen den ganzen tag? mit wem sollte ich reden? beim essen allein sitzen? kein erlebnis teilen können, außer übers handy?


    bzgl. "trauen", da würde ich auch mit sohn nicht in gegenden reisen, bei denen es was zu trauen gäbe. das wäre nicht das ding. ich merke aber, dass ich mit zunehmend abbauender gesundheit nicht mehr so risikofreudig wäre und sicher nicht sonstwo rumreisen würde. erinnere mich an einen anfall mit massiven herzrhythmusstörungen in rom mit 18. da waren zum glück die schülerinnen des italienischkurses dabei. die bevölkerung der belebten einkaufsstraße in rom ist einfach über mich drübergeklettert. da hat nicht einer nachgefragt, was denn nicht in ordnung sei. die hätten mich da verrecken lassen. sowas muss ich nie wieder haben. aber das ist nicht mein eigentlicher grund, nicht alleine reisen zu wollen.



    ich finde es aber schade mit dem nicht-alleine-reisen-wollen, weil das für mich heißt, ich kann nur noch genau so lange überhaupt verreisen, wie mein sohn bereit ist, das mit mir zu tun. wobei ich schon überlege, meine nichten als reisegefährtinnen einzuspannen. vielleicht haben die ja später bock drauf.

  • Ich war mal alleine 3 Wochen in China unterwegs. Ja, man ist sehr frei und ungebunden in den Entscheidungen. Für mich erleichtert das einiges, einfach so los zu ziehen. Allerdings kann ich schöne Erlebnisse auch nicht teilen und wenn etwas schlimmes passiert bin ich dann auch alleine. So war das bei der Reise, ich hatte eine Grippe die einfach mit nichts anderem vergleichbar war was ich vorher hatte. Ich lag in einem Hostel in einem Gemeinschaftszimmer und das war einfach sehr elend. Mitreisende haben sich dann etwas um mich gekümmert aber die waren ja auch alle auf der Durchreise. Ich hätte in dem Zimmer vermutlich verrotten können und keiner hätte etwas davon gemerkt. Das fand ich schon sehr haarig. Habe mich dann erholt und konnte die Reise fortsetzen, auch wenn ich meine Pläne komplett umgestellt habe und nicht mehr in die ganz hohen Berge sondern in den grünen Süden gefahren bin um etwas Sonne und Erholung zu bekommen... Als mein Mann mich am Flughafen abgeholt hat sah ich 10 Jahre älter aus. Das hat dann die Vorteile die ich beim "alleine Reisen" gesehen habe sehr in den Schatten gestellt.


    Als wir später gemeinsam zB in Syrien unterwegs waren kam es auch immer wieder zu Situationen bei denen ich sehr froh war nicht alleine unterwegs zu sein und meinen Mann an meiner Seite zu wissen.


    Insgesamt habe ich die Rucksackreisen mit meinem Mann mehr genossen, auch wenn er manchmal anstrengend ist. Highlight vom "alleine reisen" war definitiv dass ich viel schneller in Kontakt mit anderen Reisenden gekommen bin. Das funktioniert als Pärchen viel weniger. Ich habe da kaum andere Leute kennen gelernt.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Hier!!! Leider kommt es so selten dazu. Mein größtes Heiligtum - mein Ein-Mannzelt, dass nur 1,2kg wiegt. Ich war damit vor den Kindern viel unterwegs (Alaska, Kanada, Skandinavien, Festland Europa).


    Meine erste Reise-Solo-Erfahrung hatte ich ganz unfreiwillig in den USA. Ich habe dort ein Praktikum gemacht in DC, habe mich verliebt und alles hingeschmissen und bin nach Denver, dem Typen hinterher. der hat das alles nicht ganz so ernst gesehen wie ich und da stand ich nun. Flug nach Hause ging erst in 4 Wochen und mega Kohlre hatte ich auch nicht mehr. Mit dem letzten Geld habe ich mir ein Auto gemietet (ich wollte unbedingt nen Kombi, gabs nicht aber man kann auch auf einer Rückbank prima schlafen) und bin den ganzen Kummer wegfahren gegangen. Das war absolut befreiend und ich habe etliche tolle schräge Abenteuer erlebt.


    Das hat mich tatsächlich sehr geprägt - Freiheit pur und ganz viel innere Stärke. Das war ein richtiges Aha-Erlebnis.

    zuhause habe ich mir direkt das Visum für Work&Travel in Australien und Neuseeland geholt und bin wieder los. Man lernt ja ständig Menschen kennen, tut sich zusammen und trennt sich wieder. Als die Visa aus waren, bin ich nach S-O-Asien. alle anderen hatten kein Geld mehr oder wollten nach Hause.

    Dann war ich wieder in Dt. und habe angefangen zu arbeiten - also so amtlich und erwachsen (den ersten Job hat mir übrigens eine Bekanntschaft aus Laos beschert). Mit dem ersten Geld habe ich mir das Zelt gekauft und wann immer es ging bin ich damit los. Maximal 18kg auf dem Rücken, so komme ich überall autark hin. Das war mir ganz wichtig. Ich hatte erst auch gar keine eigene Wohnung und habe einfach weiter aus dem Rucksack gelebt.


    ich war zwischendurch auch wirklich kein angenehmer Reisepartner, wenn ich mich mal auf Zusammen-Urlaube eingelassen habe - ich habe mindestens b/c/d-Z-Pläne im Kopf und kombiniere diese wild. Für andere total willkürlich. Ich hasse es, wenn andere früh nicht aus dem Knick kommen und Kompromisse (2 machen, was keiner will) sind mir auf Reisen ein Graus. ich bin tatsächlich gut organisiert und schnell beim Entscheiden - das kann de facto nur meine Familie und eine gute Freundin ertragen. Menschen, die da nicht mitun wollen / können - da fehlt mir die Geduld. ich hasse Jammern und Weicheier auf Reisen, gute Dinge tun auch mal weh. Es gibt immer was zu Erleben und die besten Geschichten kommen nicht davon, dass alles klappt.


    Klassischerweise war die Entscheidung für meinen Mann eine Entscheidung gegen eine Reise. Ich hatte ihm vorgeschlagen, dass ich jetzt mal 3 Monate unterwegs bin und er könne dann in seinem Urlaub ja hinterher kommen. Der hat mir nen Vogel gezeigt und gesagt, wenn ich das jetzt durchziehe dann wartet er aber nicht und sich da hinten dran klatschen tut er schon mal gar nicht. Nuja- jetzt habe ich Familie und mit denen verbringe ich tatsächlich gern Zeit auch im Urlaub. Leider reicht mein Kontingent nicht für beides - Abdeckung Schulferien und Allein-Reisen. (deswegen schicke ich Mann mit Kindern jetzt zur Kur und dann ist sie da die langersehnte Lücke - nur für mich. Es geht nach Marokko)


    Langer Salms - Ja ich liebe das Allein unterwegs sein und freue mich ganz doll, wenn die Kinder da autarker werden und mir wieder Zeitreserven bleiben.

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • ich reise gerne allein seit teenagerzeiten. allerdings muss ich überhaupt nicht weit weg gehen, um glücklich zu sein -- weder allein noch für familienurlaub.


    die kleine insel, die ich mir jetzt mit familie geschaffen habe, ist eine woche alleinurlaub im jahr, wenn der rest der familie anderswo unterwegs ist. da mache ich allerdings ganz unspektakuläre sachen. toll finde ich schon immer, mit wenig planung zu fuss oder mit dem fahrrad (früher auch mit dem mofa) unterwegs zu sein. die letzten zwei jahre habe ich damit sogar vor der haustür angefangen: einmal bin ich eine woche lang auf der stadtgrenze rund um meine stadt rumgelaufen, das jahr darauf auf dem breitengrad, auf dem ich wohne, zu fuss eine woche lang richtung westen gewandert.


    highlight ist für mich dabei das gefühl der ungebundenheit, des unterwegsseins und dabei des bei-sich-ankommens. das hat fast etwas zen-mässiges. innerlich reise ich bei solchen aktionen wohl jeweils deutlich weiter als äusserlich #schäm. ausserdem geniesse ich sehr, wie ich mich auf landschaften einlassen kann, wenn ich so langsam und mit wenig ablenkungen unterwegs bin.


    uncool war bei mir wie bei rosarot , wenn ich krank wurde. das ist mir in 30 jahren zwei mal passiert, aber glücklicherweise nichts ernstes.


    dir noch viel spass!


    ko_nijntje mit muck (2004), mogli (2006), miep (2007) und mimir (2011)

  • Hallo!


    Ebura,

    Wo bist du denn gerade, bzw. was haste denn tolles auf der Liste?


    Ich liebe alleine reisen auch!

    Schon mit 14 bin ich gern allein los (auch Rom) und ich finds super!

    Später kam oft Europa dazu und Peking/Hinterland hab ich mich 9 Tage alleine auch getraut.


    Mein Traum wäre ja Utah zu bereisen,

    Bis zum yellowstone hoch, im Jeep oder 4x4 SUV ! Die Strecke hätte ich schon ausgedruckt *hahaha

    Leider lässt mein Mann mich nicht.

    Der findet das 1. zu gefährlich und 2. gemein sich und den Kids gegenüber..

    Hmmmm* auch doof irgendwie *grübel*


    Ansonsten reichen mir derzeit tageweise die Alpen oder citytrips!

  • Ich mag auch mitschreiben hier, auch wenn meine großen schönen Alleinetouren schon eine Weile her sind.

    Ich war mehrfach alleine mit dem Fahrrad weg, in Norwegen, Schottland und Neuseeland.

    Mehrere andere Touren habe ich danach auch gemacht, Norwegen, Finnland, Kanada. Interrail z.B. war dazu super.

    Ich bin total gerne alleine unterwegs und genieße es dabei sehr, meinen persönlichen kleinen Egotrip ausleben zu können.


    Leider sind diese Momente seit den Kindern extrem rar geworden, dafür umso kostbarer (mal alleine mit dem Rad in den Taunus). Dafür ist Familienurlaub auch schön, nur anders schön. #freu


    Schreibt doch mal, wo ihr euch schon so rum getrieben habt...

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)

  • ich geselle mich dazu. allein reisen liebe ich. das ist auch die zeit, in der ich besonders kreativ werde, meine besten fotos mache, dafür brauche ich ruhe, zeit und abstand.


    ich muss sogar sagen, dass mich die alleinreisen am meisten weiterbrachten.

  • Ich reise kaum noch alleine, nur wenn ich muss (Dienstreise), merke dann aber immer wieviel Spaß das macht. Der Thread inspiriert mich jetzt total dem mal nachzugehen. Warum plane ich nicht mal bewusst eine Alleinreise? Zumal ich 2018 den Luxus habe bei vollem Gehalt sieben Monate frei zu haben... 8o


    Alleine gereist bin ich früher hauptsächlich in Skandinavien, hatte dann aber meistens auch irgendwo ein Ziel wo ich Leute besucht habe, das zählt ja nicht so richtig.

    Nur ein halbes Jahr Zentralafrika, das zählt - da kannte ich niemanden.

  • Gibt es noch mehr Fans? Was sind denn eure highlights?

    Allein verreise ich außerordentlich gern, zur Zeit aber eher selten und meistens dienstbedingt.


    In früheren Zeiten: Südamerika.


    Heute würde ich eher europäische (Haupt)Städte abklappern (wegen der zur Verfügung stehenden Zeit) und mehr Kultur "mitnehmen". Also quasi von Museum zu Museum laufen. Oder so ähnlich.


    was sollte ich da machen den ganzen tag? mit wem sollte ich reden? beim essen allein sitzen? kein erlebnis teilen können, außer übers handy?

    s.o. Ich finde es großartig, beim Essen mal nur auf mich achten zu können/dürfen und nicht darauf, ob es auch was "kinderkompatibles" gibt. Mir reicht es, Erlebnisse hinterher zu teilen, ich habe noch nie was per Handy geteilt, das stelle ich nämlich mit Grenzüberquerung aus. Beim Essen habe ich entweder Buch oder Zeitung und genieße es, mit niemandem reden müssen. Manchmal ergibt sich dann auch (Einheimischen)Kontakt, nur angebaggert wurde und werde ich nie. Oder ich habe es jedenfalls noch nie bemerkt #weissnicht


    Und ich liebe es, nur meine Wasserflasche und meine eigene Jacke zusätzlich zum Fotoapparat schleppen zu müssen... ach, ich könnte endlos weiter Vorteile aufzählen - ich bin aber auch gern allein zu Hause. Immer schon.

  • ich war bisher zwei mal alleine los und fand es schön. Beim ersten Mal war mir schon etwas mulmig, aber ich war nur eine Woche auf den Canaren, also sehr harmlos. Und ich wollte auch unbedingt wissen, wie das ist, allein unterwegs. Entstanden ist es aber, weil ich Weihnachten nicht allein zu Hause sein wollte, als mein Sohn bei seinem Vater war.

    Es war toll, alles in meinem Rhythmus machen zu können, essen was und wann ich will, und vor allem beim Wandern alle drei Meter stehen bleiben und gucken, lauschen oder fotografieren - und natürlich genau die Wege gehen, die mich interessieren :) deshalb habe ich es bei der nächsten Gelegenheit gleich nochmal gemacht und diesmal habe ich mich schon sehr routiniert gefühlt #cool


    Ich werde es wieder machen, wenn es sich anbietet, aber wieder nur harmlose Ziele, Europa, in der Zivilisation. Ich werde mit den Jahren doch etwas schissiger oder vielleicht auch vernünftiger. Von früher habe ich noch den Plan offen, mit Motorrad und Zelt einmal außen um Frankreich rum zu fahren. Aber dafür brauche ich etwas mehr Zeit am Stück.

    Die richtigen Reisen, weit weg und lange, würde ich mich im Moment nicht trauen, finde es aber toll zu lesen


    Ach, und das Reden mit anderen habe ich nicht vermisst, zum einen gab es viele nette Kontakte mit Einheimischen und anderen Touristen, ein bisschen habe ich abends noch gewhatsappt und das reichte völlig

  • Ich liebe es auch, alleine zu reisen. Besonders schätze ich daran, den Tag ohne Absprachen mit anderen und ohne Rücksicht auf Mitreisende spontan einfach so verbringen zu können, wie ich mag. Längere Reisen alleine sind zur Zeit nicht möglich, aber schon für eine paar Tage alleine unterwegs zu sein, tut so gut! Vor zwei Jahren bin ich z. B. einige Tage auf dem 66-Seen-Weg in Brandenburg gewandert und habe anschließend Freunde in Berlin besucht.


    Dienstreisen lassen bei mir kein Reisefeeling entstehen, selbst wenn sie an interessante Orte führen, weil ich mich zu sehr eingebunden fühle.

    Liebe Grüße, Rheinländerin

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  • Ich liebe es, alleine zu reisen. Ich kann gut mit mir und es ist wunderbar, sich nicht absprechen zu müssen, allein zu entscheiden. Im letzten Jahr war ich alleine wandern. Es ist immer erst komisch, wenn ich dann alleine irgendwo einkehre, aber man gewöhnt sich schnell daran. Jetzt wird es erstmal wieder dauern, bis ich reisen kann - aber die nächste Reise kommt bestimmt.

  • ich merke gerade, dass ich dieses "alleine entscheiden" gar nicht WILL. ich bin schnell von zu viel auswahl und freiheit überfordert. wahrscheinlich würde ich nur gefrustet in der unterkunft sitzen, weil ich mich nicht entscheiden könnte, was ich nun machen soll.


    aber o.k., von mir werden am tag auch gefühlt 900.000 entscheidungen erwartet, gerne auch für andere. da kann ich das privat einfach nicht mehr. am liebsten würde ich mit wem reisen, der ähnlich tickt wie ich, ähnliche vorlieben hat und mir den tag zu 100% durchplant. klingt wahrscheinlich schrecklich :-/.

  • patrick*star Nö, warum? Ich fahre ja genau so gerne auch mit anderen in den Urlaub und lasse mich darauf ein. Gerne mit Freundin und noch lieber mit meiner Familie. Aber hin und wieder einfach mal nur mit mir. Mein Traum ist es, eine Schweigewoche im Kloster mit Meditation und Wanderungen zu machen :)

  • Ich hab das auch immer gerne gemacht. Einfach los, ohne konkreten Plan oder Ziel. Viel getrampt oder früher mit Wochenendticket. Meine größte und beeindruckendste Tour war einmal quer durch Osteuropa. Von der Ostsee (Estland) zum Schwarzen Meer (Krim), Rumänien und wieder heim. Hat 3 Monate gedauert. Die meiste Zeit getrampt, mit Schlafsack draußen gepennt - hab weniger Geld verbraucht, als ich Kindergeld bekommen hab in der Zeit.

    Genossen habe ich wie die meisten hier diese flexibilität. Da kann ja gar nicht viel schief gehen, wenn man keinen Plan hat, bzw. diesen jederzeit ohne Diskussionen anpassen kann. Als Minuspunkt fand ich aber auch genau das: sich jederzeit selber kümmern zu müssen, jede Entscheidung selber treffen - ist ja auch irgendwie anstrengend (das waren aber nur so 1-2 Situationen, in denen ich das wirklich so empfunden hab). Und auch, dass man zwar erzählen kann, aber mit Niemanden die Erinnerungen teilt, finde ich manchmal schade!


    Momentan, mit meinen zwei noch recht kleinen Kindern, kommt das Reisegefühl eher ans alleine Reisen dran, wenn ich mit denen alleine unterwegs bin, als wenn wir zu viert sind. Das machen wir öfters, sorgt auch oft für Verwirrung, dass wir uns ohne Not aufteilen und getrennt unterwegs sind.

    "Konzentrier dich auf die kleinen Dinge und mache die gut!"