Homeschooling - klappt das mit euren Kindern?

  • Ich habe in letzter Zeit viel recherchiert und in Foren mitgelesen, in der Hoffnung, dass es auch anderen Müttern (oder Vätern :)) so geht. Es trifft mich hart, zu lesen, wie viele Eltern an der Belastungsgrenze sind und gefühlt kurz vom Kollaps stehen. Ich kann das gut nachvollziehen. Ich mache mir selber wahnsinnig viele Sorgen. Sorgen um die berufliche Zukunft, um die finanzielle Lage und um die Zukunft meines Sohnes.


    Der ist leider, leider gar nicht der Typ für alleine zuhause lernen. Ihm fällt es mega schwer, da diszipliniert zu sein. Mich würde mal interessieren, wie es bei euch aussieht.


    Wie viel Zeit am Stück können eure Kinder konzentriert an den Aufgaben sitzen?


    Mein Sohn, der jetzt 5. Klasse ist, ist wahnsinnig unkonzentriert und unmotiviert und wenn er sich an die Aufgaben setzt, klickt er im Minutentakt auf dem Handy rum, muss ständig was zu Trinken holen etc. Das Handy wegnehmen will ich eigentlich nicht und ich denke, auch dann findet er andere Ablenkungen. Im Moment stehen wir deswegen mit den Aufgaben der Lehrer sehr auf Kriegsfuß.

    Seine Leistungen in der Schule waren immer mittelmäßig, aber ich habe echt Angst, dass er nach der Zeit so den Anschluss verloren hat, dass er am Ende versetzungsgefährdet ist


    Habt ihr Tipps, wie ich ihn helfen kann, dass er es schafft, sich zu konzentrieren. Ich kann mich leider auch nicht daneben setzen, sonst kracht es mit meinem Chef, wenn er merkt, dass ich während der Arbeitszeit was anderes mache.

  • Bei uns klappt es leidllich. Wenn ich merke, es geht nicht mehr, schicke ich die beiden (1. und 4. Klasse) zum spielen. Ist natürlich der Vorteil von Geschwistern.


    Beim Großen, der ein Jahr wiederholt hat, also jetzt auch fünfte Klasse wäre, gibt es das Handy erst, wenn alles erledigt ist, da bin ich wohl strenger. Hätte er es daneben liegen, ginge wahrscheinlich auch nichts.


    (Gestern gab es für Sachunterricht eine Ausnahme, da sie ein Plakat über eine Erfindung machen sollen und er dafür recherchieren muss. In der Schule haben sie dafür Tablets, da habe ich ihm das Handy gegeben. Kontrolliert habe ich das jetzt nicht, aber ich habe ihm schon vorher gesagt, wenn er zockt, ist das Handy erst mal weg. Ist auch nicht offiziell seins, sondern ein altes von uns, da können wir noch leichter bestimmen).

  • Hallo,



    Zu Deiner Frage: Mein Kleiner hat auch eine Konzentrationsschwäche. Er könnte nicht arbeiten, wenn er ein Handy daneben liegen hat. Er braucht ganz viel Struktur. Essen, trinken,Klo gehen erleidgt... dann arbeiten . Und dabei klar abgesprochen, dass Pause erst dann ist, wenn die Aufgabe erledigt ist. Klingt furchtbar straff... hilft ihm aber bei der Sache zu bleiben. Und auch mit dem guten Gefühl zu arbeiten, dass er etwas erledigt bekommt und damit ein Erfolgserlebnis hat

    Wir haben die Aufgaben, die von der Schule kommen, als Wochenplan zusammengefasst. Schön mit Abstreichen, wenn was erledigt ist. Dann sieht er, was er geschafft hat.... das braucht er, um an etwas dran bleiben zu können.


    Und zu uns:

    hier klappt das auch nicht so dolle. Arbeiten während die Zwillinge (ebenfalls 5.Klasse) mit ihrem Schulkram beschäftigt sind, hab ich mir völlig abgeschminkt. Also arbeite ich abends. Was bedeutet, dass ich kaum Zeit für mich habe und entsprechend dünnhäutig bin und schnell aus der Haut fahre. #stumm

    Mein Sohn arbeitet von jeher seeehr langsam. Es dauert ewig bis er seine Sachen erledigt hat. Meine Tochter ist schon etwas vorpubertär. Zickt hier rum, mault mich an. Will alles selbst machen. Lässt sich nichts sagen.

    Heute habe ich gesehen, dass sie die kurzen Infos der Lehrerin aus dem Mathe-Erklärvideo falsch verstanden hat. ich weiße sie darauf hin... rumgezicke, Geheule... und auch meine Nerven liegen blank.

  • kannst Du konzentriert arbeiten, wenn Du eine spannende Ablenkung neben Dir liegen hast?


    Ich setze die Kinder neben mich...(edit: wenn ich merke, es funktioniert nicht....)


    Und wir arbeiten alle....

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Hier läuft es ganz ok. die Große, 11.Klasse, ist eh fast autark. Außerdem hilft sie den Jungs in Mathefragen, dafür ist eigentlich mein Mann zuständig, er fällt aber zur Zeit eher aus wegen 12-16 Stunden-Arbeitstagen.

    Etwas kompliziert ist das ganze welcher-Lehrer-schickt-was-über-welche-Plattform und das Netz an sich, wir haben hier die totale Bambusleitung, wenn ein Kind gerade online Unterricht hat (Instrumente, Voltigieren oder eben auch Klassenlehrerstunde) kann kein anderes Aufgaben runterladen.

    Wir haben ein paar Regeln festgelegt, z.B. dass alle um 8 Uhr aufstehen, bis 19 Uhr ist alles erledigt etc., klappt soweit einigermaßen. Die Jungs brauchen aber definitiv einen Ansprechpartner (6. und 8. Klasse). Ganz ohne läuft es nicht.

    Insgesamt finde ich es momentan viel entspannter als zu Schulzeiten.

    LG, LilliMarleen


    *`74 + Mädchen*7/03 + Junge*5/06 + Junge *5/08

  • Meine 7. Klässlerin ist ein Förderkind mit schlechter Konzentration.

    Zu Anfang hat sie sich extrem gedrückt und alles weggelassen, was ich nicht kontrolliert habe. Bei den Online-Schulstunden saß sie mit langem Gesicht und dauerverdrehten Augen und wollte bloß "ok" tippen, auch wenn sie nichts geschafft hat.

    Ich muss da permanent neben sitzen und ihr die gesamte Planung - was sie wann macht - abnehmen und vorkauen, sonst macht sie genau nichts.

    (Sie kann sich bestens organisieren, wenn es um Punkte gibt, die ihr Spaß machen. Aber sie macht es absichtlich schlecht, um sich vor der Arbeit zu drücken.)


    Inzwischen hat es sich eingespielt.

    Ich helfe ihr sehr viel, weil der Heimarbeits-Stoff allein auf die Durchschnittskinder zugeschnitten ist. Das zeigt sich schon darin, dass ständig Aufgaben im Arbeitsbuch gemacht werden sollen, das sie gar nicht hat (sie hat die Förder-Ausgabe).

    Dafür habe ich das Gefühl, dass sie endlich mal was lernt #angst
    Der Englisch-Unterricht in der Schule war die letzten 2 1/2 Jahre sowas von für die Katz. Sie ist auf dem Stand, wo sie schon Ende der vierten Klasse war, kein Stück weiter. Mir ist klar, dass das daran liegt, weil sie in der Schule nichts versteht - aber zusätzlich zur Ganztagsschule kann ich sie nicht zu weiterem Lernen motivieren. Das geht jetzt gerade mal ganz gut.


    Mathe ist ihr Ding, das läuft gut.

    Grundsätzlich rotzt sie in allen anderen Fächern "schnellschnell mit möglichst wenig Aufwand" irgendwas dahin, wenn ich nicht wie ein Schießhund hinterher bin. Die Motivation ist winzig bis nicht vorhanden - aber das ist während der Schulzeiten ganz genau so. Und gerade kommt sie damit nicht durch, ich lass sie dann nämlich neu anfangen und tu das nicht mit "Förderkind halt" ab wie die meisten Lehrer:innen.

    Das geht soweit irgendwie, weil ich meine eigene Arbeit frei einteilen und zur Not nachts erledigen kann.

    Ich fühle mich durchaus etwas erschlagen. Aber andererseits lernt sie jetzt eben mal was, das motiviert mich dann schon und lässt mich das Positive an der Situation sehen #weissnicht

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Ja, eigentlich problemlos, allerdings ist Tochter in der 6. Klasse Gymnasium (10.) und somit schon älter und selbständig. Manchmal fragt sie mich was in Mathe (wenn sie einen neuen Stoff durchnehmen) oder Mann in Physik, aber der Rest läuft alleine.

  • Bei meinem grossen (6.klasse) hat es vor den Osterferien super geklappt. Jetzt merkt man ganz deutlich daß die Motivation fehlt. Von der Schule kommt viel zu wenig Rückmeldung , nur Aufgaben für 2 Wochen. Er weiss quasi gar nicht mehr warum er das tun sollte. Noten gibt's ja auch nicht .

    Lernen für s Leben ist jetzt nicht so seins :P

    Mittlerweile muss man viel mehr Hinterher sein.

    Dafür fehlt hier aber die Zeit.

  • Ich würde ihn auch während der Zeit, in der er arbeiten soll, das Handy aus dem Zimmer legen lassen, zumindest für diese spezielle Zeit des "Homeschoolings".

    Wenn vielleicht auch noch die ganze Zeit Nachrichten von Freunden kommen usw, kann sich doch kein Mensch auf ungeliebte Aufgaben konzentrieren, das erfordert doch ein Übermaß an Selbstdisziplin!


    Ich für mich merke selber, wie schwer es ist, sich nicht ablenken zu lassen, vor allem wenn man nicht so motiviert ist. Bei meiner Arbeit muss ich die meiste Zeit alleine vor mich hinarbeiten, Texte lesen und Ergebnisse schriftlich festhalten, das ähnelt durchaus ein wenig der Situation der Schulkinder. Seit vor ein paar Tagen mein Handy kaputt ging, bin ich wieder deutlich konzentrierter und effektiver bei der Arbeit!

  • Wir machen kein Homeschooling, sondern Unschooling, und das klappt recht gut. Gäbe es die Möglichkeit zu mehr sozialen Kontakten, Museumsbesuchen etc., wäre das für meinen Sohn ideal. Heimbeschulung nach strikten Vorgaben einer Schule, sowie sie aktuell häufig praktiziert wird, ließe sich bei uns allerdings nicht umsetzen, weil kein Familienmitglied dazu bereit wäre.

  • Meine Tochter (Q2) sagt, es klappt ganz gut, aber ihr fehle tatsächlich der Druck von außen - was können/machen die anderen eigentlich so... - also der Vergleich. Meint, qualitativ sei Homeschooling echt entspannt, aber eben - die soziale Interaktion fehle. Aber da geht es natürlich auch um einen Abschluss. Und in zwei Jahren wird keiner mehr darauf achten, dass es der Corona-Abschlussjahrgang war.

  • Nur als Zwischenfrage: warum ziehst Du das Handy während der „Schulzeit“ nicht ein? In der Schule werden die während des Unterrichts ja auch eingezogen und genau dieses Daddeln zu unterbinden.


    Kind 2.0 ist in der 4rten und macht genau, was er machen muss wenn ich Freitags arbeiten gehe. Wenn möglich mit so wenig wie möglich Aufwand.

    Kind 1.0 (7te) hat keine Wahl und Onlineunterricht mit Lehrern und Fragen und telefonkonferenzmässig.


    Bei Beiden ziehe ich die extra Schirme ein und sie bekommen sie in der Mittagspause. Nicht davor, dass hilft ihnen noch alles schnell machen zu wollen um schneller ins Inet zu können.

  • Das Handy ist ja schon für Erwachsene eine der größten Ablenkungsquellen. Ich lege mein Handy selber außer Sicht- und Reichweite, wenn ich konzentriert arbeiten möchte, sonst bin ich nur am wischen und klicken. (ja, leichte Handysucht, ich gebs zu #hammer)


    Spacestar: Mir ist da aber gerade eine etwas eigenwillige Lösung für dich eingefallen. Wenn du meinst, er klebt am Handy fest, wie wäre es denn, wenn er mit dem Handy lernt.

    Ich mein nicht über Lernapps, sondern so was in der Art wie das hier: Nachhilfestunde per Smartphone

    Das hat den Vorteil, dass er mindestens für die Nachhilfestunde konzentriert bei der Sache bleibt, weil er ja nicht weglaufen wird, wenn er gerade mit dem Nachhilfelehrer im Videochat lernt, Außerdem kannst du dich in der Zeit in Ruhe deiner Arbeit widmen (und deinen Chef zufrieden stellen, wobei ich finde, er müsste da Verständnis zeigen), da Sohnemann beschäftigt ist. Zumal er in der Nachhilfestunde ja auch gezielt die Aufgaben durcharbeiten kann und damit schneller fertig ist. Für das ein oder andere Fach so ein, zweimal die Woche, ich könnte mir vorstellen, dass er da viel besser seine Lernziele erreicht.

  • Ich habe es mit meinen Viertklässlern jetzt in den Griff bekommen, nach viel Stress:


    Ich habe den Aufgaben Stapel für 3 Wochen mit den Kindern auf tägliche Aufgaben runtergebrochen, indem ich sie schlicht durch die Anzahl der Tage geteilt habe.

    Seitdem arbeiten sie jeden Tag ihr Päckchen ab. Handy oder Fernsehen gibt es erst nach erledigten Aufgaben.

    Sie machen exakt was Sie müssen (und freiwillig keinen Handschlag mehr) aber nun gut, das muss dann in diesen Zeiten reichen. Ich muss auch arbeiten und habe keine Nerven für Extra Programm.


    Spass Programm der Schule wie Basteln oder Kunst ist bei uns freiwillig und wird dementsprechend von meinen Kindern verweigert.

    Für mich ok. In dem Punkt sind sie der Grundschulpädagogik auch schon etwas entwachsen und interessieren sich mehr für Politik und Technik als Märchen und Basteln. Ich erwarte nur die Erfüllung der wesentlichen Fächer. Auch in Dämlich-Aufgaben wie seitenlanges Abschreiben investiere ich nicht meine Energie. Wenn sie das verweigern, kämpfe ich nicht mehr. Ich versuche die wichtigen Inhalte!!! im Auge zu behalten.


    Ich bin mir sicher, dass sich eh kein Mensch mehr die ausgefüllten Blätterstapel der Kinder ansehen wird.

    Alleine meine Kinder haben jeder ca. 50 Seiten (eher mehr) bereits vollgeschrieben. Das kann doch kein Mensch mehr nachhalten oder korrigieren, wenn in einer Klasse 24 Schüler sind. Das wären ja zum jetzigen Zeitpunkt schon 1.200 zu korrigierende Arbeitsblätter. Das ist absurd.

  • Kajak mal als Rückmeldung "von der anderen Seite": Ich bin Lehrerin am Gym und habe überschlagen 220 Schüler. Ich bin aktuell noch im Homeoffice und möchte jedem Schüler Rückmeldung geben. Ich schaue also alles an und erstelle dazu (weil ich damit gut arbeiten kann) Tabellen zu jeder Schülerarbeit, schreibe am Ende ne Bemerkung drunter, benote manches. Der Stapel wird irgendwie kaum weniger, zumal ich digital nicht gern (und gut) korrigiere.... dazu zwei Anderthalbjährige zuhause. Meine Schüler wissen das und haben zum Glück meist Verständnis, dass die Rückmeldung dauert. Mit der beginne ich jetzt konkret telefonisch, weil ich per Mail oder Whatsapp keine Noten rausrücke.Ich schlafe allerdings kaum noch.... mein Tag geht von 4 bis 23 Uhr ohne Pause, 7 Tage die Woche, egal ob Ferien oder Sonntag.

    Die aktuelle Situation ist eine ganz bescheidene für alle Seiten! Und ich könnt im Dreieck springen, wenn es ständig heißt, wir Lehrer sollen mehr digitale Angebote machen. Bei vielen meiner Schüler reicht das Internet nur bei einer bestimmten Windrichtung bei Vollmond soweit, dass sie mir ihre Aufgaben per Whatsappbild zustellen können...

  • Das verstehe ich Alles und wollte keinen angreifen. Es ist halt auch ein Problem der Zuständigkeit. Bin ich als Elternteil Handlanger der Lehrer und muss darauf bestehen, dass Alles 1 zu 1 umgesetzt wird, egal wie die Kinder durchdrehen oder darf ich mir die Freiheit nehmen in dieser Ausnahmesituation die Kinder Anderes zu lehren und dafür Dinge der Schule zu streichen, weil die Situation zuhause halt nun mal keine 0815 Labor Situation ist?

    Was darf ich als Eltern machen, wenn die Schule für mein Kind nicht wirklich da ist? Und dieser Zustand noch Monate andauert? Hat das Konsequenzen, wenn wir nicht Alles machen oder schaffen?

    Gibt es überhaupt Noten?

    Was ist zur Zeit wirklich wichtig für das Kind?

    Kann ein Lehrer mein Kind beurteilen, wenn er es nicht sieht und sich nicht meldet? Ist das überhaupt wichtig?

    Das sind doch Alles Fragen, die jetzt auftauchen.

  • Es tut mir leid wenn Lehrer total Stress haben.

    Es ist gemein, wenn sie und wir darunter leiden, dass man die Schule schliesst und trotzdem bitte der ganze Stoff wie immer gelehrt und abgefragt werden muss.

    Man verlangt von Allen Seiten Unmögliches. Und warum? Was haben die Schüler von dem ganzen Stress? Bringt es sie wirklich weiter? Könnte man sich nicht auf das Wesentliche beschränken? Würde das nicht auch reichen? Das ganze System knirscht an allen Ecken und Enden und ICH werde von meinen Kindern nicht verlangen, dass sie zuhause ausbaden, was zu viel ist und schief läuft. Ich werde den Druck nicht mehr weiter geben und ich wage zu behaupten, dass es wenig negative Konsequenzen haben wird.

  • Kajak, ich wollte gar nicht jammern :-) ja, es ist anstrengend, aber den Job hab ich mir ausgesucht und ich möchte nach der Krise nicht mein Gesicht verloren haben. Ich fühle mich dazu verpflichtet, weiß aber, dass viele Kollegen sich ein leichteres Leben machen.


    Ich als Mama und Lehrerin würde es wohl wie folgt sehen:

    Ich würde mit der Klassenlehrerin in Kontakt bleiben und da alle 1-2Wochen mailen/telefonieren. Als Lehrerin würde ich den Kontakt von mir aus suchen.

    Dabei würde ich auch besprechen, wie mein Kind (nicht) mit der Situation zurecht kommt. Als Mama sehe ich dich nicht mehr als sonst bei den Hausaufgaben in der Pflicht. Ich glaube auch, dass du den Kampf gar nicht gewinnen kannst, und ein Kampf sollte es ja auch nicht sein.


    Die Notengebung hat in MV die Bildungsministerin vorgeschrieben. Hier werden alle Schüler versetzt, Noten dürfen bis Sek II nur zur Notenverbesserung gegeben werden.

  • Hier klappt es überraschend gut (6. Klasse, Stadtteilschule). Die Schule hat schon immer ein gut funktionierendes Intranet, alle Schüler sind sowieso mit Accounts ausgestattet. Das Technische hat also von Anfang an super funtioniert. Die Lehrer haben die Schüler sofort mit Materialien versorgt und sind dran am Schüler.

    Meine Tochter merkt also, dass die Lehrer mitbekommen, ob sie was getan hat für die Schule und was genau. Das motiviert sie. Sie ist sehr diszipliniert, braucht aber viel Unterstützung von uns. Ganz allein läufts also nicht, zumindest würde dann wenig Lernstoff bei ihr hängen bleiben.

    Merksatz für heute: Ich will nicht so hart zu mir sein und mich mit Wohlwollen anschauen.