Ständige Zwischendurch-Geschenke von den Großeltern - hinnehmen oder ablehnen?

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Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team
  • respektvoller Umgang miteinander" ist vermutlich ein Thema ganz unabhängig von der Geschenkefrage, oder

    Genau *seufz


    Es war ihr "zu stressig" heute quer durch die Stadt zu fahren, dabei hat Kind extra Eier für sie versteckt#heul . Aber ein Ostergeschenk MUSS sie nächstes Mal unbedingt mitbringen...


    Talpa tut mir so leid, dass deine Eltern quasi "ausgesperrt" sind, das fühlt sich sicher schrecklich an!

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • Meine Mutter war anfangs auch extrem so. Und mich hats auch extrem genervt, WIE das ablief. Sie wohnt relativ weit entfernt von uns ,wir sehen uns nicht so oft. Als Sohni ein Baby bzw. Kleinkind war, kam sie regelmäßig mit nem Hackenporsche PLUS großem Koffer PLUS Reisetasche PLUS Rucksack und alles komplett voll mit Klamotten, überwiegend vom Flohmarkt (was ich ja prinzipiell prima find) oder reduzierte Markenware aus dem Outlet (auch das prinzipiell ok).


    - SIe kam, packte aus, zeigte jedes einzelne Teil und erzählte nen halben Roman dazu "Schau mal, da sind fei Sternchen drauf, süß, nicht? Und da, schau mal, das hat ne Katze drauf. Da hatten sie noch eins , da hatte die Katze ein gelbes Schleifchen, aber dann dachte ich,...." (Äh ja, seh ich, ich bin nciht blind. Ich sehs auch wesntlich schneller als sie erklärt). IRgendwann nach drei Stunden oder so, in denen ich ihr volle Aufmerksamkeit schenken sollte und Sohni immer vertröstet wurde mit "Ich muss jetzt erstmal der Mama was zeigen, nachher hab ich Zeit für Dich, sei mal geduldig" war dann alles gezeigt, sie sprang auf, packte ihre leeren Taschen zusammen und stürmte zur Tür raus weil "Oh nein, so spät schon, ich wollte doch nohc ins Büchergeschäft wenn ich schon mal da bin und dann darf ich ja auch nicht zu spät am Bahnhof sein....". Jeder Versuch meinerseits, sie zum Beeilen zu bringen, Oma-Enkel-Zeit anzuregen und ich schau mirs derweil allein an oder sonstiges führten nur zu Streit und zu noch länger Klamotten-Zeigezeit.

    - Sie brachte teils potthässliche Sachen mit. ICH bin als Kind schon mit Cordhosen ausgelacht worden weil unmodern und ICH hab als Kind schon Cordhosen gehasst. Ich zieh meinem Kind keine COrdhosen an. Genausowenig wie ich nem Baby ne feste Jeans oder nem zappeligen Einjährigen dem das Anziehen eh schon nicht schnell genug gehen kann ein Knöpf-Hemd anziehen werde. Hab ich ihr mindestens tausendmal gesagt. Jedsemal kam dann "Aber schau mal, das ist von *hier teure Marke einsetzen* " oder "Aber schau mal, das ist so süß mit dem Aufnäher" Ja, mag sein, trotzdem ist es ne Cordhose/Knöpfhemd/harget Jeans/....

    - Zigmal Aktionen wie diese: Unser Schrank quoll vor Pullis über. Dagegen brauchten wir dringend kurze Hosen und ne Regenjacke. Ich hab sie extra angerufen vor nem mir bekannten großen Flohmarkt auf den sie immer geht und ihr gesagt, bitte KEINE Pullis, dafür dringend kurze Hosen und ne Regenjacke. Mutter kommt, was bringt sie mit? Bergeweise Pullis, dafür weder kurze Hose noch Regenjacke. Darauf hingewiesen, kam "Ich MUSS NEHMEN was es gibt." Und meine Standard-Antwort, die nie ankam, war immer: "Nein, Du MUSST NICHT kaufen was es gibt. Du KANNST NUR das kaufen was es gibt, das ist klar. Aber Du MUSST deswegen noch lange nicht den tausendsten Pulli kaufen!" Und ihre Standard-Antwort darauf "Aber schau mal, .... (das ist Marke X/da ist so ein süßer Teddy drauf/das ist ORANGE, Du hast doch gesagt Du magst Orange") #yoga



    Nachdems da jedesmal in riesen Streit geendet ist, hab ich irgendwann mal beschlossen, ich bin jetzt schonungslos ehrlich:

    - Wenn Sohni (der Oma inzwischen nur nohc "Klamotten-Oma" nannte) mit Oma spielen wollte bereitete ich ihn VOR den OHren meiner Mutter drauf vor, dass er doch weiß, dass die Oma dann immer ganz schnell weiter muss, dass die nur die Klamotten bringt.

    - Was ich Sohni nicht anziehen wollte oder was einfach den SChrank platzen lassen würde und nicht sooo überragend schön war, dass ich dafür ein anderes Teil rausgeschmissen hätte, hab ich ihr rigoros wieder mitgegeben.


    Gab erstmal heftig Streit und Beleidigtsein (das Klamotten-Mitgeben - die Sache mit "Oma hat doch keine Zeit" hat sie nur bestätigt "Ja, ich muss noch ganz weit fahren"), irgendwann hat sichs das MItbringen von diesen Absoluten No-Gos aber deutlich reduziert und sie hat auch mein "keine Pullis mehr, dafür wenns gibt Jacke" weitgehend respektiert. War aber immer noch sehr, sehr viel was sie mitbrachte und SOhni hatte immer noch keine Zeit mit Oma.


    ... und dann musste ich zu ner größeren Operation ins Krankenhaus. Sohni war knapp 3 und Männe kam weder mit seinen Wutanfällen noch mit dem Bettbringen zurecht, da hat er grundsätzlcih an mich abgegeben weil er nicht gewusst hat wie er reagieren soll. Also hab ich meine Mutter für die Zeit zur Unterstützung herzitiert . Und erst da hat sie gelernt, für SOhni wirklich Oma zu sein und nicht nur Klamottenlieferant. Sich mit ihm zu beschäftigen, ihn überhaupt wahrzunehmen. Und Sohni war völlig begeistert, dass sich Oma plötzlcih für ihn interessiert.

    Von da an wurden die Klamottenberge immer kleiner weil sie ja noch Zeit haben wollte, mit Sohni zu spielen.


    Inzwischen hat sie diese Extrem-Shoppingtouren über sämltiche erreichbare Flohmärkte längst eingestellt. Sie hat schon noch zwei, drei, auf die sie geht und sie schaut auch regelmäßig in Second Hand und in die Discounter nach tollen Sachen - aber ganz oft fragt sie vorher, was wir brauchen und wenn nicht, bringt sie trotzdem keine Berge mehre mit sondern ne kleine Tasche voll, zeigt die kurz - und spielt dann ganz lange mit Sohni (hoffentlich ist das bald wieder möglich. Seit Corona fällt das komplett weg. Die Klamotten kommen schon im Paket, Oma mit dem Zug wäre zu riskant. Dafür telefoniert sie mindestens zweimal pro Woche ausführlich mit Sohni.




    Mein empfohlenes VOrgehen wäre also:

    - akzeptieren, dass das halt ihre Art ist Liebe zu zeigen. Den Großteil hinnehmen und entweder verwenden oder in Schrank legen bis es zu klein ist und dann weitergeben

    - klar machen, was absolute "Zieh ich meinem Kind garantiert nicht an"-Sachen sind und das auch ganz klar kommunizieren und rigoros diese Teile wieder zurückgeben (sollte damits die Oma akzeptieren kann echt nur den allerschlimmsten SCheußlichkeiten vorbehalten bleiben)

    - klar machen, was mir wichtig ist (bei den Body z.B. ihr sagen, dass er darauf Ausschlag gekriegt hat und drum bitten, Sachen auf der Haut nur Biobaumwolle zu nehmen o.ä.)

    - Aufträge geben (sie kauft ja eh - also besser sie kauft das, was nötig ist): "Wenn Du zufällig mal Schlafis mit Reissverschluss und ohne Füße siehst, da bräuchten wir noch ein paar" z.B. (je konkreter, desto mehr wird der Kaufdrang in die richtigen Bahnen gelenkt)

    - geduldig bleiben. Je mehr sie mit ihm anfangen kann, desto mehr wird das Liebe-über-Geschenke-zeigen sich in normale Maße reduzieren

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Hallo,


    respektvoller Umgang miteinander" ist vermutlich ein Thema ganz unabhängig von der Geschenkefrage, oder

    Genau *seufz


    Es war ihr "zu stressig" heute quer durch die Stadt zu fahren, dabei hat Kind extra Eier für sie versteckt#heul . Aber ein Ostergeschenk MUSS sie nächstes Mal unbedingt mitbringen...


    Klingt für mich nach: "Viel Ankerkennung haben wollen, ohne viel dafür tun zu müssen". So was ist traurig, aber vielleicht besteht gerade deswegen die Chance, daß sie sich auf den "Ihr besorgt, sie schenkt und bezahlt"-Deal einlässt? Wenig Arbeit für sie, aber was in der Hand...


    Und keine Angst, Kinder durchschauen so etwas schneller als man denkt.

  • Trin, ja soweit waren wir zwischendurch schon mal, bis es ihrer "Qualitätskontrolle" nicht mehr standhielt: für nen Jungen kein rosa, für Duplo zu alt, das Brio musst du ihm jetzt aber eher mal wegnehmen, JEDES kind mag doch schokolade, SuperMario ist doof.... usw.


    Edit: ähnliche wie bei Preschoolmum wünscht er sich ausdrücklich ZEIT von ihr, dass sie mit ihm spielt...


    Edit2: aber das führt tatsächlich zuweit vom Threadtitel weg jetzt! Sorry!

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • Und wirklich: bald sind die Kinder grösser, Du setzt Oma ubd Kind in der Einkaufsmeile ab, sagst: es braucht dringend Hosen für die Schule - und die zwei werden glücklich, mit 2 Hosen, 3 Shirts und mit Eis gefülltem Bauch heim kommen ;)


    Liebe Grüsse


    Talpa

    das hat hier dazu geführt, dass das Kind mit Klamotten zurückkam, die weder passten noch gemocht wurden #weissnicht


    hier gibt's auch so schenkwütige Großeltern bzw. hat es sich inzwischen etwas gegeben, vermutlich weil ich zu undankbar war. ich habe auch den Ansatz versucht, es als Ausdruck von Liebe zum Enkelkind zu betrachten, aber es nahm echt Ausmaße an, die ich nicht mittragen wollte und ging bei meiner Schwiegermutter oft mehr um sie als ums Kind.

    vor allem war das Kind total überfordert von der Masse an Geschenken und es gibt ja noch mehr Familienmitglieder, die auch gerne was schenken möchten und sich nicht immer zurücknehmen wollen, nur weil die eine Oma mal wieder eskaliert ist. die Krönung war ein Geburtstag vom kleinen Bruder, zu dem mein größerer Sohn mehr Geschenke bekommen hat als der Kleine, weil der Ältere außerdem der Lieblingsenkel ist #rolleyes

    also, nur weil manche keine Großeltern haben und das Schenken auch Zeichen der Zuneigung ist, muss man nicht alles hinnehmen. es entspannt sich mit zunehmendem Alter der Kinder aber wirklich, bei uns bleibt allerdings mein Äger über die Ungleichbehandlung der Geschwister


    Klamotten, die nicht passten oder gefielen, habe ich aussortiert und weiterverschenkt. ich finde, das kannst du ohne schlechtes Gewissen so handhaben.

  • Wow.


    Böse Oma. Echt.


    Was für unpraktische Billigklamotten kauft sie denn da so? Finde ich ja spannend, ist mir noch nicht so wirklich untergekommen. Gerade in der letzten Zeit ist die Kleidung von Erstings teils sehr verspielt, bunt, fast jako o style, und ne Ökolinie für Babies gibt's auch.


    Meine Kinder haben die Bauernhoflinie fast komplett und auch die Sesamstraßensachen.

    Weil sie einfach süß sind und nicht jeder kann sich Hess Natur etc ausschließlich leisten.

    Die Probleme hätt ich ehrlich gesagt gern.


    Ich geh jetzt meine Kinder in unpraktische Billigklamottenschlafanzüge verpacken. #rolleyes

         

    Midna2 ist Midna nur in schusselig #rolleyes

    Schon länger dabei

  • Huch, ich hatte nicht das Gefühl, dass es der Threadstellerin darum ging Ernstings Kleidung zu bashen, allenfalls das "System" was dahinter steckt.


    Preschoolmum krasse Geschichte. Das ist ja dann wirklich extrem, aber toll, dass es dann noch so eine Wendung genommen hat. Übrigens liebe ich Cordhosen und hoffe ich traumatisiere meine Kinder damit nicht #freu

  • Ich bin auch so ein Oma die viel kauft.

    Einfach da ich es gerne mache.

    mein Enkel hat mittlerweile einige schleichtiere ( und der Schleichstall liegt auch hier und wartet auf eine Gelegenheit das er ihn bekommt) dazu Massen an siku-Autos


    Klamotten kaufe ich nur wenn Tochter sagt das sie was braucht.


    Ich als Mama hätte mich gefreut wenn meine Kinder eine Oma gehabt hätten die „einfach so“ was geschenkt hätte.

  • #lolIch bin mit Geschenken der sizilianischen Uroma aufgewachsen - wahrscheinlich fand ich deshalb die "Fehlkäufe" der deutschen Uroma meibet Kinder nie schlimm, als Ersatzkleider für die Kita zum Beispiel oder so... aber es war auch ehrlich nie "schlimm". Oft nicht das, was ich gekauft hätte, aber immer liebevoll ausgesucht - und, irgendwie habe ich den Verdacht, da harzt es - wenn bei Euch nur die Masse ankommt und nicht das "ich fand das so süss für x", dann ist es sicher schwer, es freudig anzunehmen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Omas verlieren mit der Geburt des ersten Enkelkindes die Shopping-Impulskontrolle. Jeder Diskussionsversuch wird als übergriffig abgewehrt und hinterher bist du die Böse.

    Bei uns betrifft es die Uroma, aber den Satz brauche ich als Mantra#zwinker


    Dank Corona halten sich die Möglichkeiten ja aktuell in Grenzen, aber letztes Jahr wars zeitweise auch extrem.

    Und sie war wirklich beleidigt als ich einmal gesagt hab, dass die Sachen mir gar nicht gefallen (ich mag diese typischen Mädchenfarben nicht... Die Sachen waren pink und Fliederfarben...)


    Bei uns wurde es mit Smartphone besser, da wurden die Sachen fotografiert und ich konnte ja oder nein sagen8o


    Und wenn mein Vorschlag zu Ostern ein Buch war, es zwei Bücher, Bauklötze und ein Spielzeug für die Badewanne gab, dann atme ich tief durch und denke mir, sie ist erwachsen#rolleyes

  • Ganz pragmatisch: Wie wäre es mit Wunschlisten für die Omas, die ihr immer aktuell haltet.


    Wir haben (für Geburtstag und so) welche von wishsite. Aber es gibt auch andere Anbieter natürlich. Da kann man Links drauf setzen, muss man aber natürlich nicht. Man kann auch einfach eintragen "2 Schlafanzüge Gr. 98/104" oder so.


    Dann könnte Oma den Kaufrausch ausleben und es ist zumindest halbwegs das was gebraucht wird?

  • Seitdem ich sagte, dass ich es schade finde, dass die Klamotten/Spielsachen nicht benutzt werden weil es nicht den Geschmack von uns oder den Kindern trifft und man das mit fragen umgehen kann wird vorher immer gefragt was ok wäre.

    Was auch sehr gut half, war der Hinweis, dass das Kind da nichts mit anfangen kann wenn es kein altersgerechtes Spielzeug ist.

    Richtig gut wurde es, als wir anfingen Amazon-Wunschlisten zu führen. Da landete alles drauf was das entsprechende Kind interessierte/gebrauchen konnte und Uropa, Oma, Opa usw. konnten dort nachschauen. Kauf (t) en es dann aber meist im Laden.


    Das jedes mal was mitbringen konnte ich Schwiemu nur eine Zeitlang abgewöhnen. Inzwischen kommt wieder jedes mal was mit, aber da wir uns nicht mehr so oft sehen und es immer die Lieblingssüßigkeiten(kauf ich halt dann zwischendurch nicht mehr) von jedem Kind und etwas Geld sind, ist es ok.

  • Ich kenne das Problem auch, hier waren es u.a. mal Massen (also ca. 10) ärmellose Bodys auf einen Schlag. Wenn es aber so warm ist dass man einen solchen anziehen könnte, hab ich lieber was dünnes langärmliges als Sonnenschutz angezogen und nix drunter - heißt also die Bodys lagen unbenutzt herum. Ein anderes Mal bekam unser 3. Kind einen Stapel Kleider, die aber allesamt so groß waren dass er sie 3 Jahre später hätte anziehen können. Und beim 3. Kind hat man ja üblicherweise schon einen Grundstock, da fehlen ja eher mal so bestimmte Sachen. Was ich damit sagen will: solche Geschenke sind manchmal einfach nicht "liebevoll ausgesucht" oder sonstwie, sondern einfach nur gedankenlos und im Konsumrausch gekauft. Und ja, man kann das dann einlagern, weitergeben oder wegschmeissen - aber das ist ja auch doof. Inzwischen kommt von der Seite der Familie nur noch eine Überweisung, das finde ich auch nicht so super aber naja.. Zwischendurch hatten wir es mit konkreten Wünschen versucht, z.B. "irgendwas von Playmobil Ritter, da hat er noch gar nix (so gesagt, damit auch der Preisrahmen frei zu gestalten ist. Was kam: eine Ritterburg vom Billigheimer, in die keine Playmobil-Ritter reinpassten, dazu so Plastik-Ritterfiguren die man nicht bewegen kann, dazu für das andere Kind ein Bauernhof vom gleichen Laden, von der anderen Oma ein Vorschüler-Sachbuch über Bären (für ein damals 1-jähriges))

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)

  • Ich danke euch allen für eure Antworten und möchte auf einige eingehen, Sorry wenn ich nicht alle erwähne.


    Bioschnitte, das hast du sehr treffend formuliert. Der Witz ist, es ist das 3te von nunmehr 4 Enkeln ;) ich hatte ja auch so ein wenig gehofft, dass es dadurch nicht diese Ausnahme annimmt, aber weit gefehlt.


    diotima witzig und etwas beruhigend, dass es nicht nur mir so geht.



    Ich hatte bisher Hemmungen, die Sachen weiterzuverkaufen, WEIL ich eben auch den Gedanken und die Liebe, die dadurch ausgedrückt wird, sehe. Und nicht undankbar sein möchte und das Gefühl habe, ich schlage Kapital aus eigentlich geschenkten Sachen, auch wenn ich von dem Geld wieder etwas fürs Kind kaufe.

    Irgendwie ist das in mir verankert, dass man Geschenke nicht einfach weggibt/verkauft. Also gefühlt wurd dann lieber verschenken als verkaufen.


    Das Kind ist übrigens noch keine 1,5J, der freut sich über alles zum auspacken, auch über eine Pizzaschachtel. Und ich weiß, daß ich in wenigen Jahren sowieso kaum noch Mitspracherecht habe, was das Kind anzieht. #freu


    Mondkalb und Preschoolmum

    Puh das ist ja nochmal um einiges Extremer als bei mir.


    Midna2 Autsch. Nein, ich kleide mein Kind nicht nur in Hessnatur. Es trägt reichlich Secondhand und da ist von selbstgenäht bis Ernstings/Aldi/Lidl oder was auch immer du aussuchen magst, alles dabei. Aber eben weil ich das große Glück habe, reichlich gebrauchte Klamotten aus der Familie zu bekommen, achte ich bei den Sachen, die dazugekauft werden eigentlich lieber auf ökologisch und sozial halbwegs vertretbare Marken und Materialien sowie eine gewisse Qualität, damit die Sachen möglichst lange halten und auch noch von Kind 2 getragen werden können. Und kaufe eigentlich nur das, was wirklich gebraucht wird, weil ich übermäßigen Konsum ablehne. Genauso wie ich auch beim Kauf von Lebensmitteln, wo möglich, auf bio/regional achte, weil das einfach zu meinem Lebenskonzept passt.

    Dass nur meine persönliche finanzielle Situation solche Überlegungen zulässt und andere Familien da ganz anders dastehen, ist mir bewusst, aber entschuldigen werde ich mich nicht dafür.


    Es ist auch nicht so, das ich ALLES als hässlich oder unpraktisch ablehne, was die Oma schenkt, vielleicht ist das falsch rübergekommen. Es waren auch durchaus hübsche Dinge dabei, die wir gerne angezogen haben. Das trägt aber zu meinem emotionalen Dilemma bei, zwischen einerseits dankbar sein und andererseits bei jedem zweiten Teil innerlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

  • Mittlerweile bin ich auch bei dieser Meinung hier. Mich hat es massiv gestört, dass so viel gekauft wurde, und ich habe versucht, einzugreifen. Wunschlisten, erklärt, was wir brauchen, hat nichts genützt und mich eher mehr geärgert. Zum Beispiel wurde dann dringend benötigtes (Schneenazug vor dem Winterurlaub) zugesagt und dann doch etwas anderes mitgebracht. So musste ich last minute teuer kaufen statt rechtzeitig auf dem Börsen gebraucht.


    Jetzt haben wir uns wohl so viel beschwert, dass lieber nicht geschenkt wird und ich merke, dass ist auch schade. Ich hätte mich früher damit abfinden sollen, dass es beim Schenken nicht um mich geht, sondern nur um die Beziehung zwischen Kind und Oma.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Ich finde es generell schwierig, an Geschenken herumzumeckern - und auch irgendwie unhöflich und übergriffig, den Großeltern vorzuschreiben, was sie zu schenken haben. Geschenke sind eben Geschenke und keine Bestellungen. Die Großeltern wollen den Kindern etwas Gutes tun, sie verwöhnen, beschenken. Du schreibst, dass es eure finanzielle Situation erlaubt, das zu kaufen, was du sinnvoll findest - dann ist doch eigentlich alles in Ordnung. Irgendwann sind die Kinder älter und können dann den Großeltern vielleicht selbst sagen, was sie sich wünschen oder was sie mögen. Ich würde mich bedanken und nichts Kritisches sagen. Die Sachen kann man doch, wenn sie dem Kind zu klein sind, dem Sozialkaufhaus spenden (ohne das der Oma zu sagen, natürlich), neue, ungetragene Sachen nehmen die doch eigentlich immer gern - und dann werden sie ja auch gut genutzt und es ist auch keine ökologische Superkatastrophe.

  • Das ist hier auch so.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Bei uns ist das mit den Wunschlisten mach hinten los gegangen. Oma 1 hat dann innerhalb von einem Tag die gesamte Wunschliste leer gekauft, ca. 30 Sachen. Wir hatten vorher gebeten, dass bitte nur drei Sachen gekauft werden. Für die restlichen Verwandten blieb dann nichts mehr bzw. die Sachen wurden doppelt geschenkt und alle Schenkenden waren angesäuert. Bei Bodies vielleicht kein Problem bei Bobby Cars oder Feuerwehrautos wäre es vielleicht schöner gewesen, dass Kind hätte verschiedenes zur Auswahl.

    Mehrere Wunschlisten zu managen war mir dann zu viel Arbeit, inklusive der Berücksichtigung, dass Person A nur im Geschäft XY und Z geht und Person B am liebsten nur dorthin.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • wie ist den sonst euer Verhältniss? Gibt es ein Thema eine Sache wo sie sich einbringen kann und sie ggf. auch eigene Ideen einbringen kann. Bücher für die Kinder kaufen zum Beispiel. Oder das Kind hat ein bestimmtest Hobby oder so. Oder sie darf die Adventskalender der Kinder machen oder so was.

    Hört sich schwer an, aber letztlich möchte sie Gutes tun und euch eine Freude machen.

  • Nicht diskutieren, weiterverkaufen.

    Sie verstehen es nicht. Omas verlieren mit der Geburt des ersten Enkelkindes die Shopping-Impulskontrolle. Jeder Diskussionsversuch wird als übergriffig abgewehrt und hinterher bist du die Böse. Tu Dir das nicht an, installier Dir ebay Kleinanzeigen oder Mamikreisel.

    Genau meine Gedanken. Lohnt sich nicht, sich darueber aufzuregen.