Welche Schullektüren haben eure Kinder begeistert?

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  • Mir fällt noch etwas ein: Meine 9. Klasse hat dieses Jahr im Deutsch-Unterricht von Schirach "Terror" gelesen. Das hat die Schüler*innen wirklich angesprochen und sie haben viel darüber diskutiert - auch mit mir als Klassenlehrerin immer wieder, auch wenn ich sie in anderen Fächer unterrichte. Man merkte wirklich, dass die Kids davon angesprochen wurden und darüber viel nachdachten und Redebedarf hatten.

  • Naja, die Lektüre der 9. bzw 10. Klasse an einer Gemeinschaftsschule ist eigentlich die Prüfungslektüre. So war es zumindest hier.

    Da können die Deutschlehrkräfte unter aus 2-3 Titeln auswählen.

    An der Schule meiner Kinder wurde da letztes und kommendes Schuljahr ein aktuelles Buch ausgewählt.

    Letztes Schuljahr war es eben "Blackbird", kommendes Schuljahr ist es "Nach vorn, nach Süden".

  • Mein eigentlich gern lesendes Kind (nun in der 8. Klasse) fand bisher alle Schullketüren doof (u.a. mein Sommer mit Mucks, Tanz der Tiefseequalle, in Englisch eine gekürzte Version von Macbeth).


    Nur "Die Schule der magischen Tiere" in der Grundschule fand sie toll.

    Manches fängt klein an,
    manches beginnt groß,
    aber manchmal ist das Kleinste das Größte. #love

  • Hier einmal Oberschule 5. Klasse: Herr der Diebe, 6. Klasse: Der Junge, der sich in Luft auflöste beides als eher langweilig empfunden. Besonders gleichzeitiges Lesen wurde als schrecklich empfunden, von einem Kind, das gut liest.


    7. Klasse: "Was wir dachten, was wir taten." Ein dünneres Buch. Wurde von der Lehrerin als nicht ganz einfach angekündigt. Daher habe ich es selber auch gelesen. Das Kind fand es gut, da für die Altersgruppe relevante Themen thematisiert wurden, allerdings geht es aber auch um einen Am*kalarm und Sui*d, das muss man daher sicher auch gut auf die Fähigkeiten der Klasse anpassen. Diese ist sehr diskutierfreudig und hat es ganz gut verpackt.


    Einmal 5. Klasse Gymnasium "Rico, Oskar und die Tieferschatten" dieses Kind mochte die Besprechung im Unterricht nicht so sehr. Es kann gut lesen, liest aber nicht so viel freiwillig. Hat aber diese Lektüre zu Hause gelesen und ist auch dran geblieben. Ich glaube, das Buch hat auch gefallen.

  • Rico, Oskar und die Tieferschatten wurde bei meiner Tochter und auch beim jüngeren Sohn jeweils in der 4. Klasse der Grundschule gelesen.

    Meiner Tochter hat es gefallen, meinem Sohn nicht.


    Ich habe in der 4. Klasse Krabat lesen müssen und fand es damals ziemlich doof, mein Sohn las es in der 5. Klasse (Gymnasium) und fand es ganz okay. Rückblickend hätte mir Krabat sicher auch besser gefallen, wenn ich bisschen älter gewesen wäre.

  • Ich habe in der 4. Klasse Krabat lesen müssen und fand es damals ziemlich doof, mein Sohn las es in der 5. Klasse (Gymnasium) und fand es ganz okay. Rückblickend hätte mir Krabat sicher auch besser gefallen, wenn ich bisschen älter gewesen wäre.

    Das ist halt das Problem daran, wenn man Kinder/Jugendliche zur gleichen Zeit für das gleiche Buch begeistern möchte: Egal.wie gut es ist, es passt einfach für viele nicht. Mein Sohm hat Krabat in der 6. Klasse.gelesen und fand es sehr mittelmäßig in der 3. oder 4. Klasse hätte es ihm wahrscheinlich besser gefallen. Da haben sie aber Das Vamperl gelesen, womit er so gar nichts anfangen konnte.


    Ihn stört an Schullektüren übrigens am meisten, wenn im Unterricht laut vorgelesen werden muss.

  • Mein 8.klaessler meinte gerade, er würde es vorziehen, wenn sie einfach einige Klassiker lesen würden, anstatt auf Zwang irgendwas cooles. Schullektüre sei eh eher doof auch wegen der Art und Weise. Aber so hätte er wenigstens ein bisschen Weltliteratur gelesen.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan


    If something won't matter in 5 years, don't waste more than 5 minutes worrying about it now.

  • Ich hab ja fast alle Schullektüren gerne gelesen, bis auf Der gute Mensch von Sezuan.

    Und Stolperschritte. Da wollte der Referendar wohl was Cooles mit uns lesen. Ich habe es neulich noch mal gelesen, und fand es auf einmal sehr gut. Vielleicht lag es auch daran, dass ich den Referendar so blöd fand, der sah nämlich so aus wie der Junge auf dem Cover.

    Wir haben vor allem Klassiker gelesen. Faust, Schachnovelle, MacBeth in Englisch, Farenheit 431, Brave New World, Lord of the Flies, Dead Poets Society, ähm... Kleider machen Leute, Das Tagebuch der Anne Frank (was ich nicht gut verpacken konnte), oh, und Die letzten Kinder von Schwebenborn, das hätte ich auch lieber nicht gelesen, das hängt mir immer noch nach, nach bald 40 Jahren, das hab ich damals auch nicht gerne gelesen. Hm, was hatten wir denn noch so... Die Leiden des jungen Werther, das fand ich auch total toll, Es geschah im Nachbarhaus.

    Aber es war halt klar, wenn es Klassiker waren, dass es Klassiker sind. Ich mag den Anspruch auch nicht, jedes Mal was Cooles bieten zu müssen. Also, klar ist es einfacher, Analysetechniken an Büchern zu üben, die gern gelesen werden, als wenn schon das Lesen allein schwierig ist, aber manche Bücher, die so für die Schule sind, finde ich so dermaßen bemüht. Ich hatte neulich eins, das sich mit Jugendlichen in der Coronazeit auseinandergesetzt hat, das war sprachlich so dermaßen schlecht und der Inhalt so künstlich, da wollte jemand wohl sehr jugendnah sein. Es gab auch Material für den Deutschunterricht dazu. Das hat mich echt gewundert.

    An der weiterführenden Gesamtschule meiner Tochter war es so, dass es immer eine sehr lange Auswahliste gab, in der auch Klassiker waren, dann so Bücher, die keine Klassiker sind, aber Klassiker der Schullektüre irgendwie, und auch so Sachen wie Erebos. Manchmal mussten sich vier für eine Lektüre zusammenfinden, manchmal sollten nicht mehr als zwei ein Buch auswählen. Das Tagebuch der Anne Frank wurde in verschiedenen Ausgaben gelesen, wahlweise das Buch selbst oder die Graphic Novel. Meine Tochter hat durchaus auch mehr als ein Buch von der Auswahlliste gelesen.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ich hab meine Kinder gefragt:


    Ruf der Tiefe (7. Klasse) absoluter Favorit mit Autorinnenlesung

    Ein Krokodil taucht ab und ich hinterher 5.Klasse

    Ich, Zeus und die Bande vom Olymp 6. Klasse (wobei sie das lieber früher gelesen hätte)

    Der Junge im gestreiften Pyjama (6.Klasse das hätte sie allerdings später besser gefunden, wenn das Thema auch in Geschichte dran ist)

    Qualityland 9.oder 10. Klasse

    Winn Dixie 5. Klasse

    Der Hund der Baskervilles (auf deutsch in der 11. Klasse, würde sicher auch schon früher gehen und evtl auf Englisch)


    Nachdem sie im Jahresbericht gesehen haz was andere so gelesen haben hätte sie gerne Wunder, Momo und die Unendliche Geschichte gelesen.


    Gemeinsam lesen fand die Große nur wenn es um Abschnitte über die grad gesprochen wurden ok. Ansonsten hat sie lieber selber für sich gelesen.

    #sonne Kinder: 2 süße Mäuse 07/06, 11/08 #herzen

  • Wir haben auch vor allem Klassiker gelesen. Ich hatte drei Jahre lang eine Deutschlehrerin, die aus einer berühmten Schriftsteller-Familie kam, die legte da großen Wert drauf. Das meiste davon habe ich aber wirklich gerne gelesen.


    8. Klasse

    Hoerschelmann - Das Schiff Esparanza


    9. Klasse

    Fontane - Schach von Wuthenow

    Keller - Kleider machen Leute

    Goethe - Götz von Berlichingen

    Eichendorff - Aus dem Leben eines Taugenichts


    10. Klasse

    Seghers - Das siebte Kreuz

    Frisch - Homo faber

    ??da fehlt noch was??


    11. Klasse

    Lessing - Nathan der Weise

    Lessing - Emilia Galotti

    ??da fehlt noch was??


    12./13. Klasse

    Fontane - Effi Briest

    Mann - Tod in Venedig

    Koeppen - Tod in Rom

    Goethe - Iphigenie auf Tauris

    Hebbel - Maria Magdalena

    Brecht - Mutter Courage

    Grimmelshausen - Der abenteuerliche Simplicissimus

    Schiller - Maria Stuart




    Im Vergleich lesen meine Kinder wirklich wenig Lektüre in der Schule.

  • Suny : Ruf der Tiefe schaue ich mir auch an, danke!


    Und #danke an euch alle für euren Input!


    Bei fast 30 jungen Menschen im Raum ist natürlich die ganze Bandbreite von “ich lese höchstens den Klappentext”, über “ich lese nur, wenn mir nach der Lektürephase ein Test droht” bis zu “ich lese alles, was Sie mir hinlegen und gerne auch noch mehr” vertreten. Und die Konkurrenz zu digitalen Medien ist hart…

  • Witzig. Deine Deutschlehrerin und mein Deutschlehrer wären Freunde geworden, die haben wir auch alle gelesen.
    Ich erinnere mich noch an Bahnwärter Thiel, Romeo und Julia auf dem Dorfe, Der Besuch der alten Dame und natürlich Die Leiden des jungen Werther - aber ich weiß nicht mehr, in welcher Klasse das war.


    Ich habe sämliche Schullektüre gern gelesen. Aber ich habe auch gern im Physikbuch gelesen. Ich hatte da nie Ansprüche, solange es etwas zu lesen gab.

    Es gibt überall auch Gutes in der Welt.
    Selbst RTL hat Ninja Warrior!

  • Meine Kinder haben "Grüne Gurken" gelesen und fanden das ganz gut.


    (Ich als Erwachsene konnte damit aber nicht mehr so viel anfangen. Es ist stark aus Teenie Sicht geschrieben. Aber - war ja auch nicht für mich.)

  • Ich war und bin ja begeisterte Vielleserin. Dennoch kann ich mich kaum an Schullektüre erinnern, die mir damals gefallen hat. Ausser 1984 und "Brave New World" in Englisch. Der Rest waren echt altmodische Klassiker wie Antigone, Die Räuber, Der Brunnen vor dem Tor, der Richter und sein Henker... fand ich als Schülerin alles total doof.

    Und das war zu Schulzeiten als ich 5-6 Bücher die Woche gelesen habe, keine Ahnung was sich unsere Lehrer dabei gedacht haben. Die haben uns echt gar nicht abgeholt.

  • Ich empfehle zum Thema Schullektüre immer gerne das Buch "Muss ich das gelesen haben?" von Teresa Reichl. Die Autorin schreibt über Schullektüren und warum das seit Jahrzehnten immer dieselben Bücher sind. Sie plädiert dafür, die Schüler*innen diversere und andere Bücher lesen zu lassen. Mit ganz vielen Vorschlägen.

  • 5. Klasse Herr der Diebe und Der goldene Kompass

    6. Klasse Der Junge im gestreiften Pyjama

    7. Klasse Erebos und One of us is lying


    Weiter sind wir noch nicht. Aus meiner Mittelstufenzeit sind mir besonders Die schwarze Mühle (fand unsere Deutschlehrerin besser als Krabat) und Sansibar oder der letzte Grund hängen geblieben. Und der Schimmelreiter. In Englisch Catcher in the Rye


    In der Oberstufe gabs dann deutlich mehr, was nachhaltig auf mich gewirkt hat: Nathan der Weise, Iphigenie auf Tauris, Effi Briest, Frau Jenny Treibel, Der Untertan, Frühlings Erwachen.

    In Englisch Brave New World, Lord of the flies, die Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe, Educating Rita