Wann geht man zum Arzt mit dem Kind?

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  • Hallo,

    Vor ein paar Tagen hat Erbse sich übergeben, Durchfall und Bauchschmerzen. Im Kindergarten geht grade Magendarm um.

    Ich war nicht mit ihr beim Arzt, hab ihr Tee und Zwieback gegeben und jetzt ist sie seit Dienstag fit, durfte dementsprechend heute wieder in den Kindergarten.

    Heute Nacht hatte Möpp Bauchschmerzen und Durchfall. Er liegt jetzt mit Wärmflasche im Bett und hat Tee zur Verfügung.

    Mit Tablet und Ruhe geht's ihm ganz gut.

    Für mich hat er auch einfach Magendarm, hat Durchfall, er kotzt nahezu nie, und ist in ein paar Tagen garantiert wieder fit. Ich hätte ihn jetzt auch mit Kartoffelbrei, Suppe, Zwieback gefüttert und in Ruhe gelassen.

    Aber meine SPFH sagt, ich soll mit ihm zum Arzt gehen.

    Was macht der Arzt, was sagt der und was wird die Erkenntnis sein?

  • Wenn man eine Krankschreibung braucht 🙈

    Ansonsten fällt es mir auch manchmal schwer, das zu entscheiden, gerade bei Grenzfällen und kurz vorm Wochenende.

    Bei leichtem MD und wenn im Umfeld nix rumgeht, was irgendwie deutlich fieser sein könnte, sitze ich immer erst paar Tage aus (bei größeren Kindern länger als bei ganz kleinen wegen Flüssigkeitsverlust). Solange Kind trinkt und sich nicht in einer Tour übergibt, würde ich ziemlich sicher abwarten (und permanent Hände desinfizieren 🙈).

    Edit: Unser Arzt ist von der Sorte "vieles dauert so oder so paar Tage , egal ob mit oder ohne Behandlung". Zur Beruhigung des Gewissens kann man in der Apo dieses Zeug mitnehmen, keine Ahnung, wie das genau heisst, Elektrolytenlösung.

    LG H. mit J. (volljährig) und S. (Teenie)

  • Ich würde da auch nicht zum Arzt gehen.

    Vielleicht noch drauf achten, dass das Kind nicht austrocknet. Also nicht nur Tee hinstellen, sondern ein bißchen drängeln, dass der auch getrunken wird. Meine Kinder dürfen sich bei so einer Gelegenheit (auch bei Fieber) immer ein Lieblingsgetränk wünschen und kriegen das dann (auch wenn es so etwas Dussliges wie Caprisonne oder was Teures wie Bionade ist), einfach damit sie gerne und viel trinken. Manchmal gibts noch diese kleinen Salzbrezelchen dazu.

    Wenn ein Kind weniger als zwei, drei Mal am Tag pieselt, arg trockene Lippen hat und sehr matt wirkt, würde ich zur Ärztin gehen. Die kann im Fall im Fall einer Dehydration eine Elektrolydings-Flüssigkeit geben, hab vergessen wie das heißt, das sind so Nährstoffe, die bei Durchfall und Erbrechen schnell verloren gehen.

    Liebe Grüße von Tikaani (früher: Casa)

  • Ich gehe auch selten zum Arzt, selbst, aber auch mit dem Kindern. Eigentlich nur, bei Verletzungen, wenn da akut was ist.

    Meistens ist das doch nur Stress für alle und das Kind wäre Zuhause im Bett besser aufgehoben.

    Letzte Woche war ich allerdings doch mal mit dem Großen, weil der Husten nach einer Woche immer noch nicht besser war. Da wollte ich ihn mal abgehört haben. Lunge war aber in Ordnung.

    MD haben wir zum Glück selten, aber wenn er sich bei seiner Schwester angesteckt hat, dürfte der Verlauf, auch zeitlich, ja ähnlich sein. Also wenn die kleine drei Tage krank war und es bei ihm nach drei, vier Tagen nicht besser wird, würde ich wahrscheinlich gehen oder wenigstens mal anrufen.

    Ob die Spfh (?) dir in dieser Beziehung was zu sagen hat oder ob das nur eine Empfehlung war, kann ich nicht beurteilen.

    Wenn die Schule ein Attest verlangen würde (mein Großer hatte eine Klassenarbeit verpasst), müsste ich natürlich.

    Gute Besserung!

  • Und sagt sie warum du zum Arzt sollst?

    Mein Einjähriger hat gerade auch Durchfall, die Kita hat Notgruppe weil alle Magen-Darm-Grippe haben.

    Ich achte darauf das er viel stillt und stopfenden Kram isst und ansonsten machen wir etwas ruhiger und bleiben zuhause.

    Was soll der Arzt da tun?

    Wenn ich das Gefühl habe es ist zu heftig gehe ich natürlich. Das ist bisher aber in 20 Jahren sehr sehr selten gewesen. Die meisten Arztbesuche bereue ich hinterher.

    Ich war, als Beispiel, letzte Woche mit meiner Tochter (9) beim Arzt, weil sie über 40 gefiebert hat und dazu Bauchschmerzen hatte. Mir war das echt unheimlich.

    Beim Arzt hat sie dann erbrochen.

    Er hat sie untersucht, Blinddarm ausgeschlossen und uns nach Hause geschickt. Ibuprofen geben und sonst schlafen. Hätte ich mir also auch sparen können. #weissnicht

  • Was meint denn die SPFH, was der Arzt machen könnte außer dir zu raten, das zu tun, was du eh schon tust?

    Ich meine, gerade weil Erbse ja nun schon durch ist mit MD, würde ich beim Möpp jetzt nichts Anderes vermuten und der Stress, dem ich uns mit einem Arztbesuch aussetzen würde, wäre vermutlich der Heilung nicht förderlich.


    Ich hatte so was mal vor so einigen Jahren, da hat Motte sich echt im Viertelstundentakt übergeben. Ich kannte das aber schon, sie hat zu dem Zeitpunkt auch noch gestillt, und sie konnte wirklich nichts bei sich behalten, auch Wasser kam postwendend wieder raus, nur Muttermilch blieb etwas länger. Also deutlich dramatischer.

    Mir hat dann eine Freundin mega Vorwürfe gemacht, weil ich nicht mit ihr ins Krankenhaus gegangen bin.

    Was bedeutet hätte, das größte Kind zu wecken (es war nach 22 Uhr), beide in die Straßenbahn zu zerren, da kein Auto und kein Geld für Taxi, dann ewig in der kalten Notfallpraxis rumzuhängen (mit kotzendem Kind), um mir dann anzuhören, dass das Kind Bettruhe und viel Flüssigkeit braucht und wenn es wieder was bei sich behalten kann, was elektrolythaltiges?

    Hab ich nicht gemacht, aber ich hatte ja auch mein Kind im Blick. Und das hast du ja auch, da bin ich ganz sicher. Für ein Rezept für Elotrans war mir der Aufwand zu krass, das hatte ich aber eh da und hätte es auch sonst am nächsten Tag von der Nachbarin holen lassen.

  • Wie begründet die SPFH das denn?

    Ich würde wie du davon ausgehen, dass es der selbe harmlose Infekt wie bei der Erbse ist und nur bei deutlicher Verschlechterung (also zb wenn es Richtung Dehydrierung geht oder bei hohem Fieber oder sich plötzlich deutlich stärkeren Schmerzen) zum Arzt gehen.

    Der Arzt würde Symptome abfragen und den Bauch ggf. abtasten und/oder abhören. Und dann würde er, wenn er dabei keine Anzeichen auf eine ernsthafte Erkrankung findet, viel Trinken, Schonkost und Ruhe empfehlen und sagen, du brauchst nur bei deutlicher Verschlechterung wieder zu kommen.

  • Ich finde einen Gang zum Arzt in solchen Fällen nicht nur unnötig sondern meist kontraproduktiv:

    -Total anstrengend für den Patienten und damit krankheitsverschimmernd

    - Ansteckungsgefahr für Mitpatienten und Begleitungen

    - anstrengend für mich als "Pflegeperson"

    -unnötige Zeitbelastung für die Ärzte

    - sinnlose Kosten für die Solidatgemeinschaft der Versicherten

    Vor allem aber der erste Punkt, was für eine Zumutung fürs kranke Kind!

  • Ich gehe auch nur zum Arzt. wenn ich die Krankheit nicht einschätzen kann und ggf. erwarte, das Medikamente nötig sind, die ich frei nicht bekomme. Kind ist aber eher selten wirklich krank, meist nur Erkältung oder mal Magen-Darm.

    Die SPFH sieht wohl das einfach anders, weil sie das Kind nicht so gut kennt wie du, und bei ihr da eine andere, berufliche Verantwortung hinter hängt. Für sie ist es sinniger, den Arzt drüber gucken zu lassen, aka die Verantwortung abzugeben.

    Kāhore taku toa i te toa takitahi, he toa takitini #knuddel

    Walks by sin too slowly.

  • Ich dachte schon, ich bin unverantwortlich.

    Ganz im Gegenteil! Du trägst die Verantwortung, und das tust Du sorgfältig, fragst bei Zweifeln lieber einmal mehr nach.

    Ich gehe mit Kind zum Arzt, wenn ich Fachwissen, Atteste, Untersuchungen oder verschreibungspflichtige Medikamente brauche. Wegen Magen-Darm-Infekten war jedes Kind zweimal bei Ärzten: der Spezialist einmal als Kleinkind wegen beginnender Austrocknung im Krankenhaus und einmal in der Mutter-Kind-Kur, als er mir halb ohnmächtig vom Klo gekippt ist. Das waren Noroviren. Zappelchen trug ich mal nachts wegen unerträglichem Bauchweh mit Verdacht auf Blinddarmentzündung ins Krankenhaus, und natürlich hatte auch er als Kleinkind in der Mutter-Kind-Kur die Noroviren, da musste er aber nur zum Arzt, um eine Probe fürs Labor aus der Windel holen zu lassen.

    Wer normal krank, aber bei klarem Bewusstsein ist, wird symptomatisch behandelt und systematisch geschont.

    Wir haben etliche Verwandte in medizinischen Berufen. Sie haben uns immer in diesem gelassenen Vorgehen bestärkt.

  • Ich gehe mit Kind zum Arzt:

    - wenn Medikamente gebraucht werden

    - kind- krank-schein gebraucht wird (meist geht's mittlerweile ohne, wenn nur 1 Kind krank zH ist läuft es bei zwei Mal HomeOffice einfach nebenher)

    - die Krankheit zu lang/stark ist und ich somit eine Zweitmeinung brauche (-> führt dann meist zu Medikamenten)

    Ansonsten braucht Krankheit Ruhe und Zeit.

    Liebe Grüße
    Martina

    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Ich gehe, wenn der Allgemeinzustand unerklärlich schlecht ist. Also schlechter als ich z.B. für eine Erkältung oder einen Infekt oder so erwarten würde.

    Wenn Ohrenschmerzen gemeldet werden, geh ich recht zügig.

    Bei Magen Darm gehe ich nicht.

    Da ist der Arztbesuch eine Tortur und steht in keinem Verhältnis zum Erkenntnisgewinn.

    Selbst bei wenig Trinken bin ich mittlerweile recht entspannt. Also entspannt stimmt nicht. Aber ich warte länger ab, weil das Kind einfach größer wird.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Bei Magen-Darm würde ich zum Arzt bzw. Krankenhaus gehen wenn das Kind sehr krank erscheint. (Mir haben inzwischen mehrere Medizinerinnen versichert, dass ich auf jeden Fall merke wann das der Fall ist. Ich kann es mir noch nicht so ganz vorstellen aber bislang war noch niemand so richtig ernst an Magen-Darm erkrankt.)

    Und ich würde zum Arzt gehen wenn es sich länger hinzieht als ich für einen normalen Magen-Darm Infekt erwarten würde oder halt immer wieder Durchfall auftritt oder so.

    Wenn wir eine Bescheinigung für die Schule o.ä. brauchen (die stellt unser Arzt tatsächlich aus, ohne dass das Kind mitkommen muss. Was ich einerseits nett und andererseits eine nutzlose Bürokratie finde.

  • Mir haben inzwischen mehrere Medizinerinnen versichert, dass ich auf jeden Fall merke wann das der Fall ist. Ich kann es mir noch nicht so ganz vorstellen aber bislang war noch niemand so richtig ernst an Magen-Darm erkrankt.

    Ich hatte den Fall mit einer gerade Einjährigen und muss sagen, ja, man merkt es.

    Genauso wie man eben abschätzt, dass es jetzt doch zu lange/hoch fiebert, der Husten jetzt doch komisch klingt, etc.

  • Ich gehe bei ungewöhnlich lange anhaltenden Symptomen und Bewertung des Allgemeinzustandes oder bei einem Krankenschein den ich benötige.

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)

    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)

    #NazisRaus #BOohneRechts